Backlinks aufbauen – ein umfassender Ratgeber

Bessere Positionen in den Suchmaschinen bzw. bei Google – davon träumt wohl jeder Webseitenbetreiber. Denn gute Rankings sind ein Garant für wertvolle Besucherströme. Wer zu weit hinten in den Trefferlisten steht, wird kaum angeklickt. Schon nach Platz 6 sinkt die Klickrate praktisch in die Bedeutungslosigkeit. Der Aufbau von geeigneten Backlinks gehört nach wie vor zu den wichtigsten Faktoren zur Suchmaschinenoptimierung. Wir wollen Ihnen im Folgenden die wichtigsten und besten Strategien sowie Quellen zur Generierung von Backlinks aufzeigen.

Wo, Wer, Wie, Wieviel und Welche?

Linkbuilding

So könnte man die 5Ws des Linkaufbaus zusammenfassen. Wo bekomme ich gute Backlinks her? Wer kann mir ggf. dabei helfen? Wie mache ich das selbst? Wie viel benötigt man und welche sollte man haben bzw. welche nicht? Auf all diese Punkte gehen wir hier im Detail ein.

1. Drum prüfe, wer sich verlinkt …

Zunächst aber einige Tipps vorweg, die Sie beherzigen sollten. Denn falsch eingesetzt und dosiert, kann das künstliche generieren von Backlinks ernsthafter Schaden für Ihre Webseite entstehen.

1.1 Setzen Sie nie nur auf eine Backlink (BL)-Quelle, sondern diversifizieren so weit wie möglich. Welche das sind und viele Ideen für gute Backlinks, finden Sie weiter unten im Text unter Punkt 3.

1.2 Qualität zählt mehr als Quantität: Insbesondere seit dem sogenannten Pinguin-Update von Google im April 2012 (und sämtlichen Updates seither), gilt dies umso mehr. Link ist eben doch nicht gleich Link, wie es viele SEO-Kollegen gerne propagieren. Das heißt nicht unbedingt, dass es nur ratsam ist, extrem hochwertige Links aufzubauen. Vielmehr gilt es bei Quellen vorsichtig zu sein, die für jedermann offen stehen. Wie etwa Webkataloge und Social Bookmark-Portale. Ein geringer Prozentsatz kann durchaus sinnvoll sein, doch wer ausschließlich auf solche Quellen setzt, landet mit Sicherheit über kurz oder lang in einem Filter bzw. gelangt direkt in die „Fänge des Pinguins“.

1.3 „Natürlicher Aufbau“: Viele Webseitenbetreiber setzen immer noch einzig auf Links, die aus dem Wunschkeyword bestehen. Doch auf diese Weise verlinken „normale Menschen“ ohne SEO-Ambitionen fast nie. Blogbetreiber oder Forennutzer setzen diese meist, wie ihnen gerade danach ist. Mal die komplette URL oder aber nur ein simples „dort“ oder „hier“. Das macht sich Google seit Jahren schon zu Nutze, und ist so in der Lage recht gut zu erkennen, ob jemand wahrscheinlich „nachgeholfen“ hat. Erst recht dann, wenn immer nur ein oder 2 Keywords ohne Abwandlung verwendet werden. Achten Sie also beim Linkaufbau unbedingt auf eine gute Variation. Das ist jedoch nicht das einzige Gebot für unauffällige Arbeitsweise. Links ausschließlich auf die Startseite, erscheinen ebenfalls nicht wirklich „natürlich“. Es sei denn, man hat nur diese. Selbiges gilt für den Anteil an nofollow-Links. Viele meiden diese, da sie ja vermeintlich nichts bringen. Doch für einen natürlichen Mix, sind auch solch „abgewerteten“ Links schlicht unentbehrlich. Wir hoch der Anteil sein sollte, darüber wird gestritten. Eine feste Zahl kann also keiner bieten. Unserer Meinung nach, sollten es aber schon mindestens 3-5 Prozent sein. Wie hoch Ihre aktuelle Quote ist, können Sie übrigens hier im Backlinkchecker ermitteln.

1.4 Zeit und Kreativität
Schnell hoch und schnell runter. So könnte der verkürzte Werdegang aussehen, falls man es zu hastig angeht. Unter Punkt 1.3 gehört eigentlich noch die Geschwindigkeit des Backlinkaufbaus. Langsam und kontinuierlich heißt die Devise. Das Negativbeispiel wäre: Monatelang keinen Backlink erhalten, dann plötzlich 20 Stück pro Woche gefolgt von einem abrupten Ende. Geben Sie Ihren Maßnahmen Zeit, denn Veränderungen (positiv oder negativ) zeigen sich meist erst Monate später. Links jenseits des Mainstreams aufzubauen, verlangt zudem ein gewisses Maß an Kreativität. Denn wirklich gute Quellen lassen sich nur so „anzapfen“. Tipps dazu finden Sie im Abschnitt 3.

2. Linkkauf

Der Kauf von Backlinks ist die schnellste und einfachste Möglichkeit zur Backlink-Generierung, wenn auch nicht die billigste und gefährlichste. Denn diese Vorgehensweise nicht ganz risikolos, steht sie doch bei Google ganz oben auf der „Böse-Böse Liste“. Welche Möglichkeiten es gibt und was beachtet werden sollte, finden Sie in diesem Ratgeber.

3. Selbst ist der SEO – so generieren Sie gute Backlinks in Eigenregie

Mit genügend Zeit, Ideen und etwas Erfahrung, gelingt der Backlinkaufbau auch ohne fremde Hilfe (Punkt 5). Es gibt unzählige Möglichkeiten. Die populärsten und wichtigsten stellen wir folgend vor. Zudem bewerten wir jeweils die einzelnen Wege nach Aufwand/Kosten und potenzieller Wirksamkeit.

  • Content is King
    Eine Floskel, die nicht uneingeschränkt von allen SEOs geteilt wird. Doch gute Inhalte in Form von Texten, Bildern und ggf. auch Videos sind praktisch das Grundgerüst einer guten Webseite und für den langfristigen(!) Erfolg. Wer nichts zu bieten hat, ist auch nicht interessant. Doch wie hilft mir das beim Linkaufbau? Ganz einfach! Je besser Ihre Besucher das gebotene einschätzen, desto wahrscheinlich ist auch, dass jemand auf natürlichem Wege (also freiwillig) darauf verlinkt. Zum Beispiel ein Problem, welches gerade in einem Forum diskutiert wird und Sie die Lösung schon vor Wochen in Ihrem Blog online stellten! Oder weil ein Blogger gerade ein Thema anspricht, dass Sie gut beschrieben haben. Langfristig resultiert aus einer wachsenden Basis guten Contents selbstverständlich auch eine steigende Besucherschar. Und das ist letztendlich schließlich unser Ziel! Tipp: Wer nicht selbst schreiben kann oder will -> texterjobboerse.de. Wirksamkeit: hoch Aufwand: relativ hoch
  • Blog etablieren
    Viele haben das Problem, daß ihre Webseite nicht wirklich dafür ausgelegt ist, umfangreiche Inhalte zu präsentieren. Eine Firmenwebseite soll meistens kurz und knapp „präsentieren“. Und Onlineshops wollen Produkte verkaufen und können Kunden nicht mit seitenlangen Produktinfos überlasten. Die Lösung ist dennoch so simpel, wie effizient. Errichten Sie zusätzlich einen Blog. Dort können Sie z.B. aktuelle, firmenspezifische Informationen publizieren. Oder über Neuigkeiten zu Produkten aus dem Shop bloggen. Es gibt ein wichtiges Update zum Smartphone XY, dann kommunizieren Sie das! Der Vorteil: Mehr Content, mehr Besucher, mehr Kundennähe und wahrscheinlich über kurz oder lang auch „echte“ Links. Es sollten natürlich auch Beiträge dabei sein, die einen echten Informationscharakter haben. Nur „wir sind eine tolle Firma“ will auf Dauer keiner lesen. Wirksamkeit: hoch Aufwand: mittel
  • Gratistools anbieten
    Sie sind unschlagbar auf Ihrem Gebiet und viele benötigen Ihren Rat? Dann nutzen Sie dieses Potenzial! Beispiel: Herr X kennt sich bestens mit Mode aus und betreibt einen kleinen Blog. Ständig wird er gefragt, wie man die ganzen Größenangaben umrechnet. Das Chaos ist bei Konfektionsgrößen bekanntlich perfekt. Sein bester Freund kann gut programmieren, und so machen Sie sich an die Entwicklung eines Konfektionsgrößen-Umrechners. Dieser wird auf den Blog gestellt und jedem Besucher in der Sidebar präsentiert. So etwas kann wie ein echter Linkmagnet wirken. Wirksamkeit: sehr hoch Aufwand: mittel bis hoch
  • Interviews
    Wer in seinem Gebiet fit ist, kann diese Wissen nutzen, um es zu teilen. Schreiben Sie Seitenbetreiber bzw. Blogger in Ihrem Themenumfeld an und fragen nach einem Interview. Dies ist ein Deal auf Gegenseitigkeit. Der Blogger bekommt kostenlos hochwertigen Content (wir erinnern uns …) und Sie im Gegenzug etwas Aufmerksamkeit und einen Link. Dieser gehört meist zum guten Ton und sollte mit vereinbart werden. Dies funktioniert natürlich auch anders herum. Wirksamkeit: hoch Aufwand: gering
  • Gastbeiträge
    Funktionieren prinzipiell ähnlich wie Interviews. Allerding bieten Sie selbst als Autor Ihr Fachwissen an und steuern einen Beitrag zu. Im Gegenzug kann ein Link vereinbart werden. Die meisten Blogger sind demgegenüber recht aufgeschlossen. Vorausgesetzt, der Inhalt stimmt! Unverbindlich anfragen kostet nichts. Wirksamkeit: hoch Aufwand: gering
  • Linkbaits
    Wenn man so will, eine der SEO-Königsdisziplinen. Richtig eingesetzt, kann mit wenig Aufwand eine erhebliche Anzahl guter, kostenloser Backlinks generiert werden. Leider sehr schwierig umzusetzen und klappt nicht immer! Es gibt ein recht breites Repertoire an Strategien für Linkbaits. Wirksamkeit: extrem hoch Aufwand: leider auch
  • Preisausschreiben
    Im Prinzip auch eine Art von Linkbait. Allerdings kann man dieses Instrument recht gut steuern und bspw. auch dazu nutzen, mehr Facebook-Likes zu erhalten. Denn bei einem Gewinnspiel bestimmen ja Sie selbst die Regeln. Leider ein nicht ganz billiger Weg. W: mittel bis hoch A: ebenfalls mittel bis hoch
  • Linktausch
    Gehört wohl zu den ältesten Wegen überhaupt, um Backlinks aufzubauen. Unsere Empfehlung: Suchen Sie sich über Google themennahe Seiten und fragen, ob Interesse an einem Tausch besteht. Wir raten aber dringend zur direkten Ansprache! Nicht selten werden dazu spezielle Programme genutzt, die massenweise Anfrage aussenden, was eigentlich nur als SPAM bezeichnet werden kann. Die meisten, die Mails mit „Hallo Webmaster“ erhalten, löschen solche Anschreiben verständlicher Weise ohnehin sofort. Aber: Nach den Google Richtlinien ist auch ein „exzessiver“ Linktausch gegen die Richtlinien. Wenn, sollte auch hier wieder gelten – sparsam einsetzen und es muss passen! Ein getauschter Link auf einer Aquariumseite zu einem Kettensägen-Shop ist sicher Quatsch. A: recht gering W: mittel
  • Konkurrenz analysieren und „inspirieren“ lassen
    Der Wettbewerb kann durchaus auch als „Inspirationsquelle“ dienen – wie lesen Sie unter Gliederungspunkt 4. W: mittel A: sehr gering
  • Kostenlose Linkquellen
    Neben diesen Strategien und Verfahren, finden sich im Netz noch Unmengen an Linkquellen, die kostenlos erschlossen werden können. Dies erfordert nur Fleiß. Wer diesen scheut, kann solche Aufgaben auch an Dienstleister abgeben, doch dazu später mehr. Hier erst einmal die gängigsten Wege, um schnell und gratis Backlinks aufzubauen. Wie? Mehr im folgenden Abschnitt! A: gering W: gering bis mittel

3.1 Kostenlose (Mainstream) Linkquellen

Linkausbau muss nicht zwangsweise Unmengen an Geld verschlingen. Voraussetzung ist dann allerdings, dass man sich selbst um die Akquise kümmert und Quellen „beackert“ die nichts kosten. Hier mehr zu den gängigsten, TOP 10 Gratislinkquellen im Web.

4. Konkurrenz analysieren

Ein oder mehrere Konkurrenten ranken viel besser als Sie? Dann lernen Sie davon! Was macht er besser und vor allem wo hat dieser seine Links her. Nicht selten offenbart sich ein wahres Schatzbecken an neuen Quellen und Ideen. Dazu müssen Sie nur die URL mit unserem Backlinkchecker untersuchen.

5. Tools zum Backlinkaufbau

Am Markt findet sich eine ganze Palette von Hilfswerkzeugen. Einmal zur Generierung, zur Analyse der eigenen bzw. fremder Seiten und zur Verwaltung bzw. Kontrolle von Backlinks.

5.1 Tools zur Generierung

Darunter sind in erster Linie Programme oder Services zu verstehen, die Ihnen Arbeit beim Linksammeln abnehmen können. Es gibt sogar Tools, die (fast) automatische Einträge in Social-Bookmarkportale, Webkataloge oder ähnliches vornehmen. Von solchen Automatismen raten wir jedoch kategorisch ab und sprechen daher auch keine Empfehlung aus.

5.2 Tools zur Analyse

Wie schon erwähnt, kann ein Backlinkcheck recht hilfreich sein, seinen eigenen Status-Quo zu ermitteln und die der Mitbewerber. Wer genaue Rankinganalysen betreiben will, etwa mit SERP-Entwicklungen bestimmter Keywords etc., muss leider zu kostenpflichtigen Suiten greifen. Wie etwa von Sistrix. Preis: Ab ca. 100 € monatlich. Allerdings sollte man auch halbwegs wissen, wie man die zahlreichen Daten und Instrumente interpretieren und einsetzen muss.

5.3 Tools zur Verwaltung von Backlinks

Wer mühsam 10 verschiedene Links ertauscht hat, will sicher auch hin und wieder wissen, ob diese noch unverändert bestehen. Oder, wie das eigene Linkportfolio geplant werden soll. Linkbutler.de stellt dazu einen sehr hilfreichen Service zur Verfügung.

6. Dienstleister | SEO-Agenturen und Linkeintragungs-Service

Backlinkaufbau ist Ihnen nach Lektüre unseres Ratgebers dann doch zu kompliziert oder aufwändig? Kein Problem, fokussieren Sie sich weiter auf Ihr Kerngeschäft! Selbstverständlich gibt es Profis, die Ihnen diese Arbeit abnehmen können. Allerdings mitunter zu saftigen Preisen. Wir arbeiten an einer Agenturliste und hoffen Ihnen diese hier bald präsentieren zu können.

7. Kosten für Adwords sparen

Und der Lohn für die ganze Sammelei und Arbeit? Früher oder später werden Ihre Seiten bestimmt mit besseren Rankings belohnt und erhalten somit mehr Besucher. Mittel- bis langfristig spart das natürlich erheblich viel Geld, da die Ströme nun auch gezielt zu Conversions verwandelt werden können. Und zwar auch ohne teure Anzeigen via Bing, Google und Co.

Schlusswort

Backlinks zu generieren ist nur EIN Aspekt für dauerhaft gute Rankings. Die Offpage-Optimierung Ihrer Webseite, social signals (z.B. Facebook-Likes) und viele andere trustgebende Signale spielen zunehmend ebenfalls eine gewichtige Rolle. Für einen langfristigen Erfolg sollten alle diese Faktoren in etwa gleichwertig behandelt und verbessert werden – nicht nur die der Linkstruktur …

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