Google Voice Search: Den Webauftritt für die Sprachsuche optimieren

Die Suche per Spracheingabe am Smartphone, Tablet oder Desktop wird auch als „Voice Search“ bezeichnet. Die Google Voice Search gibt es bereits seit 2011 auf Google.com und sie ist auf den meisten mobilen Endgeräten bereits vorinstalliert – kann aber auch nachträglich im Google Play Store heruntergeladen werden. Noch steckt die Sprachsuche quasi in den Kinderschuhen – wird aber auf kurz oder lang das Suchverhalten revolutionieren. Google geht davon aus, dass künftig immer mehr Menschen auf diese Art der Suche umsteigen werden. Doch was bedeutet das konkret für Website-Betreiber? Welche Vorteile bietet Usern die Voice Search? Und vor allem: Wie macht man seinen Webauftritt „fit“ für das sich stetig verändernde Nutzungsverhalten der User? Wir sind diesen spannenden Fragen im Folgenden auf den Grund gegangen und haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt.

Voice Search

Komfortabler Suchen: Die Google Voice Search

Fakt ist: Im Alltag haben wir immer weniger Zeit. Die Anzahl der täglichen Aufgaben und der privaten sowie beruflichen Herausforderungen wächst. Und natürlich muss alles so schnell wie möglich gehen – so auch die Suche im Web nach Restaurants, Produkten, Dienstleistern und Co.

Mit Hilfe der Sprachsuche lassen sich Suchvorgänge beschleunigen. Und die Barrierefreiheit spielt ebenso eine immense Rolle in diesem Zusammenhang: Durch die Voice Search können auch all diejenigen bequem das Netz durchsuchen, die Probleme bei der Eingabe von Suchbegriffen haben – etwa durch eine Rechtschreibschwäche. Aber auch dann, wenn eine körperliche Beeinträchtigung vorliegt oder bei älteren Menschen, denen schlicht und ergreifend die Tastatur zum Tippen zu klein ist bietet die Voice Search enormen Komfort. Das Tippen auf der Tastatur fällt weg – auch das ist bei langen Suchbegriffen ein deutlicher Vorteil.

In diesem Zusammenhang sollte man sich auch vor Augen führen, auf welche Weise die Voice Search – im Vergleich zur herkömmlichen Google-Suche – genutzt wird.
User geben nicht einzelne oder kombinierte Keywords ein, sondern stellen ganze Fragen. Die Sprachsuche kann diese Fragen hervorragend verarbeiten – aber genau aus dem Grund, muss das SEO von Website-Betreibern anders ansetzen.

Damit die Suchergebnisse mit der Sprachsuche „matchen“, bedarf es einer Suchmaschinenoptimierung, die sich an ganzen Sätzen – oder zumindest Long Tail Keywords – befasst.
Wussten Sie bereits, dass Google auch erkennt, ob eine Frau oder ein Mann eine Sprachsuche absetzt? Wenn Google gefragt wird „Wo kann ich eine Hose kaufen?“, liefert Google entsprechend Damen- oder Herrenhosen als Suchergebnisse aus. Dahinter steckt die Thematik der „semantischen Suche“ – so erkennt Google die tatsächliche Absicht hinter einer Voice Search.

Tipp 1: JETZT den Webauftritt für die Voice-Search optimieren!

Die Anzahl der User, die den Google-Sprachassistenten verwenden, steigt quasi täglich. Deshalb ist es umso wichtiger, dass Website-Betreiber ihre Inhalte schnellstmöglich auf das neue Suchverhalten abstimmen. Wer das in Angriff nimmt, erhält von Google einen Vertrauensvorsprung – einen so genannten „Trust“ und erhöht die Chance, dass das eigene Suchergebnis von Google vorgelesen wird. Wichtig zu wissen: Google liest nur das relevanteste Ergebnis vor. Wenn es Ihnen also gelingt, dass Ihr Webauftritt zu genau diesem wird: Herzlichen Glückwunsch – Sie haben alles richtiggemacht und können sich in Zukunft mit Sicherheit über zahlreiche Neukunden freuen.

Doch was kann man konkret tun, um in den Suchergebnissen der Voice Search ganz vorne zu landen? Wir empfehlen das Anlegen einer FAQ-Seite, wo die wichtigsten Fragen zu Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung (Wie? Wo? Was? Warum?, etc.) erklärt werden. Die Antworten hierauf sollten weder zu lang und ausschweifend, noch zu knapp bemessen sein.

Analysieren Sie deshalb zuvor Ihre Zielgruppe. Welche Interessen und Bedürfnisse hat sie, im Hinblick auf mögliche Antworten? Die Zielgruppe muss durch die Antwort zufriedengestellt werden – es sollten weder wichtige Informationen fehlen, noch der Text zu umfangreich sein. Ein wichtiges Stichwort ist in diesem Zuge die „Aufmerksamkeitsspanne“, die es zu berücksichtigen gilt.
Im Quellcode einer Website lässt sich – mit Hilfe eines HTML-Tags – deklarieren, welche Passagen von Google im Falle einer Sprachsuche vorgelesen werden sollen.

Tipp 2: Auf den Schreibstil kommt’s an

Dass die bloße Aneinanderreihung von Keywords im Hinblick auf ein erfolgreiches SEO nicht zielführend ist, dürfte mittlerweile jedem klar sein. Doch im Zuge der Voice Search stellt sich ein flüssiger Sprachstil noch wichtiger dar als bei der manuellen Suche. Schließlich soll der User keine abhackten Sätze zu hören bekommen, in denen sich möglichst viele Synonyme seiner Suchanfrage wiederfinden.

Daher besteht die wichtige Disziplin eines Website-Betreibers nun darin, Content zu schaffen, der natürlich klingt. Fremdworte sollten vermieden werden und ein umgangssprachlicher Stil vorwirken. Statt einzelner Keywords sind Long-Tail-Keywords und ganze Fragestellungen in den Texten zu verwenden – daher auch unser oben genannter Tipp mit den FAQ.

Tipp 3: Eine schnelle Website – Das A und O

Wer die Voice Search verwendet, hat zumeist wenig Zeit. Und genau dann ist es wichtig, dass das gewünschte Suchergebnis so schnell wie möglich auftaucht. Wer innerhalb kürzester Zeit kein Suchergebnis erhält, hat keine Lust zu warten und bricht die Suche frustriert ab.

Achten Sie daher darauf, dass Ihre Website schnellstmöglich lädt. Die Möglichkeiten zur Ladenzeitenoptimierung sind vielfältig und schnell umsetzbar:
• Komprimierung des vorhandenen Bildmaterials
• Caching für Browser, Datenbanken und serverseitige Skripte aktivieren
• Skripte und Styles minifizieren und kombinieren

Wie schnell die eigene Seite ist, lässt sich mit Hilfe kostenloser Tools im Netz herausfinden.

Tipp 4: Weitere Google-Dienste nutzen

Google bietet eine ganze Palette an Diensten an – wie zum Beispiel Google MyBusiness. Wer seine Chancen erhöhen will in den Suchergebnissen der Voice Search zu landen, sollte sich deshalb ein Profil erstellen. Wer eine Sprachsuche nutzt um einen Anbieter in seiner näheren Umgebung zu finden, kriegt – sofern ein entsprechender Brancheneintrag angelegt wurde – auch direkt eine Wegbeschreibung und relevante Kontaktinformationen vorgelesen.

Fazit: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen!

Die Google Voice Search wird bei Usern immer beliebter. Deshalb scheint es ratsam, sich schon heute der entsprechenden Optimierung des eigenen Webauftritts zu widmen. Eine tolle Chance, um Neukunden zu gewinnen und neue Impulse für den Geschäftserfolg zu setzen, die sich langfristig auszahlen werden.

Was gibt es nun für Sie zu tun?

1. Die Zielgruppe analysieren und, auf Basis der Ergebnisse, eine neue Keyword-Analyse durchführen.
2. Den Content auf Ihrer Website, entsprechend der neuen Erkenntnisse anpassen – und dabei auf einen flüssigen und leicht verständlichen Schreibstil achten. Wichtig ist, dass der Content informativ und gleichermaßen prägnant ausfällt. Das Anlegen einer FAQ-Seite hat ebenfalls einen positiven Effekt.
3. Die Optimierung der Ladezeiten.
4. Erstellung eines Google MyBusiness-Eintrags.

© chombosan – Fotolia.com

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