Worauf sollte ich bei einer guten Landing Page achten?

Landing-Pages sind für den Erfolg einer Online-Marketing-Kampagne von großer Bedeutung. Diese Seiten sind für Besucher extra konzipiert und sollen sofort überzeugen. Ziel ist es, die Besucher zu Kunden zu machen oder anderweitig zu einer Handlung zu bewegen, also Leads zu generieren. Doch wie sieht so eine Landing Page aus, was genau muss sie können und worauf sollte man bei einer guten Landing Page achten? Im folgenden Beitrag wollen wir Licht ins Dunkel bringen und wertvolle Tipps zur Gestaltung der Landing Page geben.

Was ist eine Landing Page?

Eine einzelne Webseite, die extra optimiert wird, um die Besucher dieser in Kunden zu verwandeln, bezeichnet man als Landing Page. Sie ist der erste Schritt zur Lead- bzw. Sales-Generierung. Also praktisch ein Schaufenster, welches zum Eintreten einladen soll. Typischerweise werden aus anderen Quellen wie Facebook-Anzeigen oder Postings und Google Ads die Besucher dorthin geleitet. Klickt ein Internet-User zum Beispiel auf ein Werbebanner, eine Display-Anzeige, bekommt er einen Code angehangen. Mit diesem Code besucht er die Landingpage und es kann somit genau erfasst werden, aus welcher Quelle der Besucher gekommen ist.

Eine Landing Page kann aber auch eine einzelne statische Seite eines Web-Auftritts sein, die nur dazu dient, die Leads zu erfassen. Dies sind dann häufig Kontakt-Formular-Seiten oder ein einfaches Beratungs- und Angebotsformular.

Landing Pages allgemein sollen drei Aufgaben erfüllen:

  • Besucher abholen
  • Besucher informieren und überzeugen
  • Besucher zu einer Handlung bringen

Arten von Landing Pages

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Arten von Landing-Pages, die Lead Generation Landing Page und die Click-Through-Landing Page.

Lead Generation Landingpage
Diese Form von Landingpages werden vor allem im B2B-Marketing verwendet. Hier geht es darum, ein Webformular als Call-To-Action zu verwenden, um Lead-Daten wie E-Mail-Adressen oder Namen zu sammeln. Diese werden dann in einem zweiten Schritt für weitere Marketing-Aktionen verwendet. Oft kann man auf solchen, auch als Lead Capture Pages bezeichneten, Seiten Whitepapers und ähnliches herunterladen.

Click Through Landingpage
Der Typ Click-Through-Page findet sich vor allem im B2C-Segment (private Endkunden). In den meisten Fällen geht es hier um die Generierung von Sales. Eine einfache Schaltfläche, die zum Kauf führt, ist das zentrale Element.

Daneben gibt es noch die holistische Landingpage und die Doorway Pages, Beide sollen der Vollständigkeit halber noch mit erklärt werden. Bei einer holistischen Landingpage soll ein Thema möglichst allumfassend dargestellt werden. Der Besucher soll sehr lange auf der Landing Page verweilen und die vielen Informationen (zu einem Produkt oder einem speziellen Thema) aufnehmen. Die lange Verweildauer wirkt sich positiv auf das Ranking bei den Suchmaschinen aus.

Auch die Doorway Pages haben etwas mit SEO (Suchmaschinenoptimierung) zu tun. Allerdings bewegen wir uns hier in den Bereich des unseriösen SEO. Doorway Pages sind Brückenseiten, und dienen lediglich dazu, den Besucher zwar auf der „Landing Page“ zu empfangen, aber direkt per Programmsteuerung auf eine andere Seite, meist die Hauptseite des Anbieters, weiterzuleiten. Oftmals haben die Keywords, durch die der Besucher auf die Doorway Page gekommen ist, wenig bis gar nichts mit den Inhalten auf der Hauptseite zu tun. Man versucht lediglich, über verschiedene Keyword-Settings immer wieder auf ein und dieselbe Seite zu leiten. Google und andere Suchmaschinen verstehen dies als Manipulation und strafen bei entdecken dementsprechend ab. Doorway Pages sind keine Landing Pages!

10 Tipps für erfolgreiche Landing Pages

Was muss ich also beachten, wenn ich eine gute Landing Page bauen will? Hier kommen unsere zehn Tipps, um effektiv Kunden und Leads zu genieren.

Ansprechende Headline

Was bei vielen anderen Marketing-Formen schon wichtig ist, ist euch bei einer Landing Page von großer Bedeutung – eine aussagekräftige Headline. Leser entscheiden innerhalb von Sekunden, ob eine Webseite oder ein Thema für sie interessant sein könnte oder nicht. Deswegen ist eine gute, zugkräftige Überschrift so wichtig. Schlagzeilen sind schon im Printgeschäft seit Jahren die Zugpferde für Leser und Abonnenten. So ist auch die Überschrift Ihrer Landing Page der zentrale Eye-Catcher. Kurz und bündig auf den Punkt gebracht, sollte die Headline dem Besucher das Gefühl geben, dass er etwas verpasst, wenn er nicht weiterliest. Mit dem Gedanken, hier genau richtig zu sein und die Informationen, das Produkt oder die Dienstleistung zu bekommen, die er braucht, haben Sie den Besucher schon auf Ihrer Seite! Ein Bild und eine Subheadline vervollständigen diesen ersten Anziehungsunkt.

Weniger ist mehr

Der Besucher der Landing Page ist in einer Gemengelage verschiedener Informationen genau auf Ihr Angebot aufmerksam geworden. Lenken Sie ihn also nicht mit vielen zusätzlichen Informationen, weiteren Produkten und Dienstleistungen oder vielen einleitenden Worten wieder vom zentralen Punkt ab. Hat er zum Beispiel ein spezielles Produkt gefunden, will er genau auf dieses Produkt geleitet werden und mehr darüber erfahren, nicht auf eine Übersicht mit vielen vergleichbaren Produkten. Alles auf der Landing Page sollte sich um den zentralen Aspekt drehen. Werden Sie nicht ausufernd, überfrachten Sie den Besucher nicht. Führen Sie ihn in wenigen Schritten und Darstellungen auf den Call-To Action hin (siehe unten).

Auf den Inhalt kommt es an!

Content is King – auch bei Landing Pages. Eine Landing Page sollte im Prinzip wie eine Titelseite eines Printjournals aussehen. Nach der schon erwähnten schlagkräftigen Überschrift, macht sich ein Teaser gut, in dem man kurz auf die zentralen Inhalte des Angebots, der Dienstleistung oder des Produktes eingehen kann. Verwenden Sie so oft wie möglich Bullet Points. Diese haben den Vorteil, dass erstens Sie selbst gezwungen sind, ihre Botschaften so kurz und prägnant wie möglich an die Besucher zu bringen und zweitens sind sie auch vom Leser schneller aufnehmbar. Sagen Sie dem Besucher der Landing Page

  • WAS Sie anbieten,
  • WARUM die Besucher das Angebot nutzen sollten und
  • WAS diese dafür tun müssen.

So unterstützen Sie das ursprüngliche Bedürfnis, durch welches der Besucher auf Ihre Landing Page gekommen ist und festigen dieses.

Bilder und Videos

Passende Bilder und Videos unterstützen die Zielerreichung. Sie sprechen viele Besucher emotionaler an als reine Worte. Außerdem lockern Bilder den Text auf, ziehen die Aufmerksamkeit auf sich. Videos zeigen beispielsweise typische Anwendungsfälle oder Wege zur Problemlösung auf, erklären Einzelheiten.

Ladezeiten- je schneller, desto besser

Schnelle Ladezeiten werden in Zeiten der stetig zunehmenden mobilen Nutzung des Internets immer wichtiger. Das gilt auch für eine Landing Page. Setzen Sie auf eine Website, die technisch auf der Höhe der Zeit, responsiv und auf geringe Ladezeiten optimiert ist. Es schadet eine überfrachtete Seite, die viele tolle und animierte Inhalte hat, die aber so lange laden, dass die Besucher zumeist schon wieder abgesprungen sind, und diese Inhalte gar nicht sehen. Kompakte Bilder, komprimierte Videos, Verzicht auf Flash, Shockwave und ähnliche veraltete Technologien und ein aufgeräumter, sauberer Code sind die Basis für eine erfolgreiche Landing Page.

Call To Action

Neben der Headline ist der Call-To-Action einer der wichtigsten Bestandteile einer Landing Page. Der Webseitenbesucher soll animiert werden, z.B. auf einen Link oder Schaltfläche zu klicken (Handlungsaufforderung). Hier entscheidet sich, ob die Conversion (der Lead oder Sale) auch funktioniert. Oft sieht man lange Sätze wie „Für mehr Informationen lesen Sie bitte hier weiter“ oder ähnliches. Werden Sie kürzer, auffordernder! “ Für mehr Infos hier klicken“ oder ein einfachen „Mehr erfahren“, „Jetzt Downloaden“ reicht aus und bringt Sie und die Besucher schneller ans Ziel.

Heben Sie den Call To Action hervor. Eine andere Schriftfarbe, ein anderer Schrifttyp, die Einbettung des Call-To-Action in einen auffälligen Button kann viel bewirken.

Formulare – heikel, aber wichtig

Ähnlich wie beim Call-To-Action, verhält es sich bei Kontaktformularen und ähnlichen Formularen, wie Beratungsanfragen. Das Formular sollte hervorgehoben werden, aber es gibt noch einen weiteren Punkt, der hier wichtig ist. Sie wollen natürlich so viele Informationen und Angaben vom Besucher wie möglich bekommen. Aber wer gibt schon gern all seine sensiblen Daten in einem Formular, zumeist ein Erstkontaktformular, preis? Überlegen Sie sich genau, welche Informationen im ersten Schritt für Sie wirklich wichtig sind, und entschlacken Sie Ihr Formular dahingehend. Name und E-Mail-Adresse als verpflichtende Angaben sind genug, alles weitere sollte optional sein. Generell kann man sagen: Je umfangreicher und hochwertiger Ihr Angebot ist, desto mehr Informationen können Sie abfragen.

Alle wichtigen Elemente in den sichtbaren Bereich

Versuchen Sie, Ihre Landing Page so zu gestalten, dass alle wichtigen Elemente ohne zu scrollen sichtbar sind. Das wird nicht immer möglich sein, vor allem, wenn das Angebot es erfordert, dass recht viele Informationen bereitgestellt werden müssen. Wichtig ist, dass der Call-To-Action, neben Headline, Subheadline, Teaser und einem Bild, im sichtbaren Bereich der Webseite (Above the Fold) zu finden ist. Bekommen Sie nicht alles im sichtbaren Bereich unter, verwenden Sie den Call-To-Action mehrfach, so dass er in jedem Fall einmal recht weit oben zu erreichen ist.

Thank You Page – ja, bitte!

Nicht zwingend notwendig, aber freundlich und transparent ist eine Thank You-Page. Nachdem der Besucher den Call-To-Action geklickt hat, kann er auch nur eine E-Mail bekommen, wird er aber mit einer Thank-You-Page verabschiedet, fühlt sich die Aktion gleich doppelt so gut an. Zudem bekommt ein Besucher sofort Feedback in Form eines Whitepapers zum Beispiel. Gleichzeitig mindern Sie für sich das Risiko, dass falsche E-Mail-Adressen angegeben werden. Am besten testen Sie beide Möglichkeiten …

Datenschutz muss sein

Vor allem bei der Bereitstellung von Downloads und dem Versenden von Papers und E-Books, aber auch bei der generellen Sammlung von E-Mail-Adressen ist es wichtig, auf die gesetzlichen Datenschutzbedingungen zu achten. Die Speicherung und der Umgang mit den personenbezogenen Daten ist in der DSGVO grundsätzlich geregelt und durch einzelne Gesetze der verschiedenen Mitgliedsstaaten im Detail geregelt. Im Hinblick auf eine Landing Page benötigen Sie mehrere Zustimmungen von den Besuchern, so u.a.:

  • Zustimmung zur Speicherung der persönlichen Daten
  • Zustimmung zur Kontaktaufnahme
  • usw.

Fazit

Eine gute Landing Page kann zu mehr Conversion führen, was letztendlich auch das Ziel einer Landing Page ist – Kunden zu gewinnen, Leads zu generieren. Daher sind neben einer technisch sauberen Lösung, die auf allen Endgeräten schnell läuft, vor allem das Design und der Inhalt der Landing Page wichtig. Mit den richtigen Worten, den passenden Bildern und Videos sowie einer auffälligen Handlungsaufforderung ziehen Sie den Besucher auf Ihre Seite und gewinnen ihn als neuen Kunden. Doch bei allen Kniffen, die man zur Leadgenerierung einsetzen kann, ist eines immer das Wichtigste: Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung!

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Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)

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