Linkaufbau 2019 – verhasst und dennoch wichtig wie eh und je

Das Internet ist eine Quelle an Wissen, Unterhaltung und Information und es ist wie das Universum – einfach unendlich. Webseiten müssen gefunden werden, damit Ihre Inhalte auch die Menschen erreichen. Deswegen ist Suchmaschinenoptimierung mit den beiden Bereichen Onpage- und Offpage-Optimierung so notwendig. Die Offpage-Optimierung beinhaltet alle Maßnahmen außerhalb der eigenen Webseite, während die Onpage-Optimierung die Strukturen und Inhalte der eigenen Webseite zum Gegenstand hat. Backlinks, der Linkaufbau oder das Linkbuilding sind die zentralen Faktoren der Offsite-Optimierung. Dieser Beitrag fragt, was genau Linkbuilding ist, erläutert, welche Strategien für den Linkaufbau es gibt und wie wichtig Backlinks für die Suchmaschinenoptimierung auch heute noch sind.

Was ist Linkaufbau oder Linkbuilding?

Linkaufbau oder Backlinkaufbau ist das zentrale Element der Offpage-Optimierung innerhalb der Suchmaschinenoptimierung, In diesem wird versucht, externe Links (Backlinks) zu gewinnen. Linkbuilding sind also alle Maßnahmen, die zur absichtlichen Erhöhung qualitativ hochwertiger, externer Links, die auf die eigene Webseite verweisen, beitragen. Das Ziel dabei ist, wie bei allen anderen Optimierungsstrategien, mehr Besucher auf seine Webseite zu bekommen, also den Traffic zu erhöhen. Backlinks helfen dabei, positive Signale an die Suchmaschinen zu senden, um das Ziel zu erreichen. Dafür versucht man, die Domainpopularität (TrustRank und PageRank) seiner Webseite zu erhöhen. Dabei sind die 5 W des Backlinkaufbaus entscheidend: Wer, Wo, Wie, Welche und Wieviele?

Linkaufbau gestern und heute

Nachdem Google sich als Suchmaschine etablierte und durch einen Algorithmus die Webseiten bewertete, wurde gerade die Wichtigkeit der eingehenden, externen Links bedeutsam. Das erkannten die Suchmaschinenoptimierer und suchten nach verschiedenen Möglichkeiten, das Ranking der Webseiten durch eingehende externe Links (Backlinks) zu erhöhen. Dieser neue Zweig der Suchmaschinenoptimierung (SEO) brachte aber auch schnell die Schattenseite des Linkbuilding zutage, Linkkauf und -verkauf oder automatisiertes Setzen von externen Links sind Beispiel für dubiose Techniken, um die Suchmaschinen bei ihrem Crawling zu beeinflussen.

Mit dem Penguin-Update im Jahr 2012 von Google wurde diesen Techniken ein Riegel vorgeschoben. Unnatürliche Backlinks, sogenannter Linkspam, die durch Linkbörsen und Automatisierung massenhaft auftraten, waren nun erkennbar und die Strategien für den Linkaufbau mussten neu überdacht werden. Linkbuilding ist durch das Penguin-Update nicht unwichtig geworden, ganz im Gegenteil! Die Linkstruktur blieb weiterhin, und ist auch heute noch einer der wichtigsten Rankingfaktoren von Webseiten. Es kommt nunmehr aber umso mehr auf eine hohe Qualität der Links und nicht auf die reine Vielzahl an.

Was sind Backlinks?

Backlinks sind Links von anderen Webseiten, die auf die eigenen Webseite bzw. deren Unterseiten verweisen. Man kann sie als Empfehlung ansehen. Im Gegensatz zur internen Verlinkung, bei der die Linkstruktur innerhalb einer Domain optimiert wird, verweisen Backlinks also immer auf ein Ziel einer anderen Webseite, also von Webseite A auf B.

 

Schaubild Unterschied externe und interne Verlinkung

 

Für Backlinks gibt es Qualitätsunterschiede, die sich aus den oben erwähnten fünf W des Linkaufbaus ergeben. Natürlich ist auch die Häufigkeit der Empfehlung durch Verlinkung weiterhin wichtig. Je häufiger auf einen verwiesen wird, desto höher wird die Reputation (Wieviele). Aber es ist auch wichtig, Wo die Backlinks auftauchen, Welche Seiten der eigenen Webpräsenz verlinkt werden, Wie das geschieht (mit welchen Ankertexten, Do-Follow oder No-Follow) und vor allem auch, Wer es tut. Es ist wohl logisch, dass eine Empfehlung von einer reputierten Webseite, die selbst hoch in den Suchmaschinen rankt, der eigenen Webpräsenz deutlich mehr nützt, als ein Link von einem unbekannten Forum. Das liegt daran, dass der Linkjuice (die Linkkraft) einer hoch angesehenen Webseite deutlich höher ist. Somit wird auch mehr an die empfohlene Webseite weitergegeben und für eine steigende Relevanz dieser sorgt.

Linkaufbau – die Wertigkeit von Backlinks

Googles Algorithmus arbeitet sich vor allem an Links ab. Diese werden aber nicht nur in ihrer Quantität, dem reinen Vorhandensein gemessen, sondern in Ihrer Qualität bewertet. Ehe wir gleich zu den Aufbaustrategien für qualitativ hochwertige externe Links kommen, wollen wir Ihnen noch einen kurzen Überblick über die Kriterien geben, nach denen Suchmaschinen wie Google, aber auch Bing und andere vorgehen. Folgende wichtige Faktoren bestimmen den Wert eines Backlinks:

  • Der Anchortext – hierbei ist es wichtig, dass der Linktext nicht einfach nur ein Keyword ist, sondern beschreibend relevant wird und sich in den Zusammenhang einbettet. Beispielsweise verwenden Sie nicht nur „Backlinks“, sondern verlinken die Wortgruppe „Erfahren Sie mehr über die Relevanz von Backlinks“.
  • Relevanz der verlinkenden Webseite – hier ist die Themenrelevanz gemeint. Nützen Ihnen auf Ihrer Webseite zu Finanzdienstleistungen Links von Haustierseiten? Eher nicht.
  • Domainautorität (DA) der verlinkenden Webseite – die Domainautorität ergibt sich aus dem TrustRank und der Linkpopularität und stellt die Qualität einer Webseite dar.
  • Position auf der verlinkenden Webseite – befindet sich der Link im Footer, in der Sidebar oder als hochwertiger Content-Link im Fließtext?
  • Umfeld des Links – in welche Umgebung ist der Link eingebettet? Ist der Link themenrelevant von hochwertigem Content umgeben?
  • ALT-Attribut – bei Bildlinks ist es wichtig, dass auch ein ALT-Attribut eingefügt ist, um Relevanz zu erzeugen und Google den Link entsprechend finden und werten zu lassen.
  • Weitere ausgehende Links von der Webseite – auf welche weiteren Artikel und Webseiten wird verlinkt, in welchem Umfeld der Co-Citation befinde ich mich?
  • Zusätze bei Links wie No Follow, Do Follow und me – sie entscheiden, ob die Suchmaschinen den Link überhaupt zur Bewertung heranziehen. Lernen Sie den Unterschied in unserem Überblick zu Do-Follow- und No-Follow-Tags.
  • Haben die Backlinks eine Entwertung erfahren? – Wie Sie prüfen können, ob Google die Links eventuell entwertet hat, erfahren Sie in unserem Beitrag über das Google Disavow-Tool.

Mithilfe von Tools für den Linkaufbau können Sie die Backlinkstruktur Ihrer Webpräsenz auf diese Faktoren überprüfen. Unser kostenloser Backlinkchecker bietet Ihnen die Möglichkeit für eine umfangreiche Backlinkanalyse.

Strategien für den Linkaufbau und ihre Vorteile und Nachteile

Jetzt haben Sie eine Menge über Backlinks und deren Wichtigkeit für das Ranking und die Reputation Ihrer Webseite gelesen, doch wie bekommt man Backlinks? Wir erläutern Ihnen die häufigsten Linkbuilding-Methoden in angemessener Kürze. Mehr über die richtige Herangehensweise und Strategie für den Linkaufbau lesen Sie in unserem umfassenden Ratgeber zum Aufbau von Backlinks.

Webkataloge und Artikelverzeichnisse

Noch vor dem Penguin-Update und einige Zeit darüber hinaus, war der Eintrag (manuell, halbautomatisiert oder automatisiert) in Webkataloge und Artikelverzeichnisse, eine gute kostenlose Möglichkeit, um Linkaufbau zu betreiben. Allerdings zählt auch diese Strategie mittlerweile nicht mehr zu den nützlichsten. Die Suchmaschinen erkennen diese Einträge und werten Sie nicht besonders hoch. Aber Einträge in relevanten Branchenbücher, Katalogen und Verzeichnisse können dennoch nützlich sein. Gerade im B2B-Bereich oder für den ersten Linkaufbau in kleinen Unternehmen hilft diese Methode.

Einträge in relevanten Foren

Früher nutzte man diese Methode recht häufig und kommentierte in Foren, um bei jedem Kommentar einen Backlink zu hinterlegen. Dies geschah oft über die Signatur, in der die eigene Webadresse hinterlegt war. Mittlerweile ist nur noch in sehr wenigen Foren so etwas überhaupt möglich. Man kann in manchen noch kommentieren und einen Link auf eine relevante Quelle hinterlegen. Fragt beispielsweise in einem Haustierforum jemand nach der besten Möglichkeit, den Welpen stubenrein zu bekommen, kann man einen entsprechenden Artikel des eigenen Haustierblogs posten. Viele Forenbetreiber sehen dies aber nicht gern und löschen die entsprechenden Einträge oder verbannen solche User.

Linkbuilding durch Blogkommentare

Ähnlich wie bei den Foren, war die Setzung von Kommentaren in Blogs eine Strategie, auf die eigene Webpräsenz zu verweisen. Auch heute ist dies immer noch eine Methode, die angewandt wird. Die Kommentarfunktionen in Blogs erlauben oftmals das Hinterlegen einer Webadresse. Allerdings wird dies mehr und mehr unterdrückt bzw. durch moderative, manuelle Freischaltung der Kommentare gesteuert. Grund dafür ist, dass gerade die Kommentarfunktion an Blogs für automatisierten Spam ausgenutzt wurde. So wurden die Blogs mit Kommentaren überschwemmt, die nicht konstruktiv waren.

Linkaufbau durch einen eigenen Blog

Viel besser ist es, einen eigenen Blog anzulegen. Diesen kann man mit relevanten und nützlichen Inhalten füllen. Das bringt Ihnen mehrere Vorteile. Einerseits bauen Sie Ihre eigene Webpräsenz durch informative Artikel und Hintergrundinformationen aus. Andererseits bieten Sie Nutzern die Möglichkeit, Inhalte Ihres Blogs in Kanälen wie anderen Blogs, Foren und den sozialen Medien zu verlinken. Beides zusammen bringt mehr Besucher auf Ihre Webseite. Ein Firmenblog kann eine zum Beispiel gute Backlinkaufbaustrategie für Online-Shops sein.

Linktausch

Der Linktausch ist eine Methode des Linkbuilding, die zu sehr guten Ergebnissen führen kann. Wie der Name schon sagt, tauschen Webseiten hier nach Absprache gegenseitig Links. Sie können sich hier genau die Webseiten suchen, die für Ihr Thema relevant sind. Die Bedingungen für das Setzen der Backlinks bestimmen Sie in der Kommunikation mit dem Tauschpartner. So können Sie die drei W des Linkaufbaus direkt beeinflussen. Diesem Vorteil gegenüber steht aber auch ein Nachteil, denn Suchmaschinen können auch massiven Linktausch, vor allem beim reziproken Tauschen, entlarven. Da Google auf natürlichen Linkaufbau setzt, kann auch dies im schlimmsten Fall zu einer Abwertung der Backlinks führen.

Linkkauf

Durch die hohe Bedeutung der Links (intern wie extern), haben sich im Laufe der Jahre so einige Unternehmen auf den Linkverkauf spezialisiert. Sie bieten die Platzierung von Backlinks gegen Geld an. Doch hier ist Vorsicht geboten! Suchmaschinen wie Google verbieten den Linkkauf ausdrücklich und werden beide Seiten, den Verkäufer als auch den Käufer, bei Entdeckung mit einer Strafe belegen. Das kann bis hin zu einer vollständigen Löschung aus dem Index führen. Wollen Sie dennoch auf diese Strategie setzen, dann lesen Sie unbedingt unseren Ratgeber zu den Risiken und Chancen beim Kauf von Backlinks.

Linkbait

Vor allem in Zeiten der sozialen Medien, kann Linkaufbau (oder in diesen speziellen Fällen auch Seeding genannt) noch auf eine andere Art betrieben werden. Wir sprechen vom Linkbait. Diese Methode ist vielversprechend und ehrlich. Sie legen einen Köder aus, um die Nutzer auf die Inhalte Ihrer Webpräsenz aufmerksam zu machen. Witzige Videos, Gewinnspiele, aber auch informative Blogbeiträge oder andere Artikel mit Mehrwert, sind die häufigsten Köder, die auch Sie sicherlich schon mehrfach in den Weiten des Internets gesehen haben. Ziel dieser Maßnahmen ist es, dass die Menschen freiwillig auf Ihren Inhalt verlinken. Wir werden uns in einem detaillierteren Artikel dem Linkbait widmen. In diesem erklären wir genauer, welche Formen und Möglichkeiten dieses Feld ihnen für den Linkaufbau bietet.

Linkaufbau durch Nichtstun

Auch wenn Sie jetzt vielleicht denken, durch Nichtstun ist noch nie jemand weitergekommen, ist dies beim Linkaufbau nicht zwingend richtig. Google selbst hält dies sogar für die beste Methoden, um Backlinks aufzubauen. Hintergrund dieser Strategie ist es, dass Ihre Webseite den Nutzern so viel Mehrwert bietet, dass diese von sich aus auf Ihre Inhalte verlinken. Das ist wohl die natürlichste Art des Linkbuilding. Aber auch diejenige, die am längsten dauert und viel Arbeit, Zeit und Geduld erfordert.

Content-Marketing oder Linkbuilding?

Welche Strategie des Linkaufbau soll man denn nun einsetzen, wenn doch die meisten Methoden gar nicht gern von den Suchmaschinen gesehen werden? Um hochwertige Querverweise (Backlinks) zu bekommen, werfen wir an dieser Stelle die schon altbewährten drei Worte „Content is King“ in den Raum. Sie müssen sich nicht zwischen Content-Marketing und Linkaufbau entscheiden, denn beides gehört zusammen. In Zeiten der besonderen Bewertung von qualitativ hochwertigen Inhalten mit Relevanz für den Nutzer, steht die Erschaffung von interessanten Inhalten mit Mehrwert an erster Stelle. Haben Ihre Inhalte einen echten Nutzen für den User, werden jene auf natürliche Art geteilt. Die Suchmaschinen bewerten die Inhalte positiv und Ihr Ranking wird steigen.

Linkaufbau im Jahr 2019 – ein Fazit

Links sind weiterhin einer der wichtigsten Rankingfaktoren von Suchmaschinen. Doch reines Setzen von Links ist noch kein moderner Linkaufbau. Vielmehr ist es wichtig, auf die Qualität der Backlinks zu achten. Nutzer und Suchmaschinen werden solche Seiten bevorzugen, die relevante Inhalte bieten. Der Mehrwert, den Sie mit gutem Content schaffen, ist das wichtigste Kriterium für eine erfolgreiche Linkaufbaustrategie. So ist das Internet aus einer reinen Ansammlung von Links zu einem einzigartigen Informations- und Kommunikationsinstrument geworden. Unterstützen Sie den natürlichen Linkaufbau also durch die richtige Content- und Seeding-Strategie, können Sie auf dubiose Methoden wie Linkkauf verzichten und dennoch erfolgreich sein.

written by

Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)
Related Posts

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

banner