Fehler in der internen Verlinkung & Lösungsmöglichkeiten

Um in den Ergebnissen bei der Suche in Google, Bing und anderen Suchmaschinen mit oben dabei zu sein, muss man vieles beachten und optimieren. Ein wesentlicher, aber oft unterschätzter Rankingfaktor ist die interne Verlinkung. Dabei kommt es nicht darauf an, möglichst viele Links und dann noch aus dem Bauch heraus zu setzen, sondern eine gute Strategie zu entwickeln, um die Linkpower optimal auszunutzen.

Deswegen haben wir uns heute einmal die häufigsten Fehler in der internen Verlinkung angesehen und geben Ihnen einige Tipps und Lösungsmöglichkeiten an die Hand.

Die häufigsten Fehler in der internen Verlinkung

Interne Links verweisen innerhalb eines Webauftrittes von einer Seite auf eine andere. Sie helfen einerseits, den Crawlern der Suchmaschinen sich in der Webseite zurechtzufinden und eine Struktur zu erkennen und andererseits dem Benutzer, relevante themenähnliche Inhalte leichter zu finden. In diesem Zusammenhang sind vor allem Content-Links von Bedeutung. Sie werden manuell innerhalb der Inhalte einer Webseite gesetzt, also zum Beispiel in Blogbeiträgen oder Kategoriebeschreibungen. Content-Links haben eine größere Linkpower als andere Links auf Ihrer Webseite, aber genau hier passieren auch die meisten Fehler in der internen Verlinkung. Lesen Sie in unserem Blogbeitrag „Interne Verlinkung – mächtiges, aber unterschätztes SEO-Werkzeug“ mehr zu den Grundlagen und Prinzipien interner Links und ihrer Bedeutung.

Schauen wir uns aber jetzt die häufigsten Fehler interner Verlinkung einmal genauer an.

Ankertexte sind nicht aussagekräftig

Als Ankertexte (engl. Anchor) bezeichnet man die klickbaren Texte innerhalb einer Webseite. Einzelne Wörter oder Wortgruppen sind mit einem Link versehen, der den Nutzer auf die nächste Zielseite führt, wo er mehr relevante Informationen zu dem Thema findet. Dabei ist es wichtig, dass schon der Text, der möglichst farbig hinterlegt oder anderweitig auffallen sollte, eine Aussage darüber gibt, was den User nach Klick erwartet. Doch häufig werden hier Texte verwendet, die genau das nicht tun und weder informativ sind, noch ein Keyword enthalten. In den Weiten des Internets finden sich immer wieder solche suboptimalen Verlinkungen. Links werden auf nichtssagende Worte wie „Hier“, „Weiterlesen“, „Bei uns“ und „so weiter“ gelegt. Besser ist es, direkte Keywords oder Keyword-Gruppen, den genauen Titel von Kategorien oder Blogbeiträgen auszuschreiben und zu verlinken.

Es gibt im Übrigen keine Gefahr der Überoptimierung durch Keywords in Ankertexten wie bei den externen Links. Ganz im Gegenteil ist es vorteilhaft, wenn eindeutige Ankertexte immer wieder für eine Zielseite verwendet werden.

Verlinken Sie beispielsweise Ihre Produktseite immer mit dem Ankertext „Produkte“, „unsere Produkte“, „zu unseren Produkten“ und erhöhen Sie damit die Chance, dass diese Keywords mit der Zielseite besser in den SERPS (Suchergebnissen) platziert werden.

Linkziele mit dem gleichen Ankertext sind unterschiedlich

Daran anknüpfend, kommen wir gleich zu einem weiteren Fehler in der internen Verlinkung, den wir eben schon kurz angerissen haben. Um Nutzer und Bots nicht zu verwirren und in ein Labyrinth zu schicken, verwenden Sie nicht ähnliche oder gleiche Links für ein und dieselbe Zielseite. Wenn Sie einerseits mit dem Keyword Katzenspielzeug auf die Domain www.domain.com/katzenspielzeug und andererseits auf die Domain www.domain.com/haustiere verlinken, dann wird es schwer für die Suchmaschine zu entscheiden, welche Seite nun für das Keyword am wichtigsten ist.

Zu viele Links führen auf dieselbe Zielseite

Wir erwähnten oben, dass es bei der Setzung der internen Links kein Zuviel an Keyword-Optimierung geben kann. Allerdings sollte man dennoch die Anzahl der Links insgesamt, die von einer Seite auf ein und dieselbe Zielseite verlinken, im Auge behalten. Im Normalfall bewertet der Crawler lediglich den ersten Link zur Zielseite und dieser erhält die so wichtige Linkpower. Verlinken Sie nun in Ihrem Beitrag zum Katzenspielzeug noch einmal weiter unten wieder auf die Domain www.domain.com/katzenspielzeug erhält dieser keine Kraft mehr, sondern nur der erste. Das ist besonders wichtig, wenn Sie auch noch Bilder zu Katzenspielzeug verlinken. Diese Verlinkungen werden grundsätzlich noch einmal schwächer gewichtet. Hinterlegen Sie hinter dem Bild also besser ein eindeutiges Produkt aus Ihrem Shop, wenn es eins gibt oder lassen die Verlinkung hinter dem Bild weg.

Links auf einer Webseite sind nicht ausgewogen

Die Linkpower, welche jeder einzelne Link auf einer Webseite weitergibt, errechnet sich unter anderem auch aus der Anzahl der gesetzten Links auf einer Seite. Deswegen ist es wichtig, mit der Verlinkung nicht zu übertreiben. Die Power wird nämlich auf alle gesetzten Links gleichmäßig verteilt. Wollen Sie also die OnPage-Optimierung mittels interner Verlinkung optimieren, achten Sie darauf, nicht zu viele Links zu setzen. Überlegen und wägen Sie ab, wohin Sie wie viel Linkjuice lenken wollen. Platzieren Sie die Verlinkungen sinnvoll und so, dass diese sich nahtlos in den Inhalt einfügen. Natürliche Verteilung geht über exzessives Setzen von Links, die dann miteinander in Konkurrenz treten. Eine Seite mit 30 Verlinkungen kann durchaus mehr interne Linkpower haben als eine Seite mit 200 Links, die wahllos und unnatürlich der Masse wegen gesetzt wurden.

Maskierte Links
Nun versuchen Sie auf gar keinen Fall eine Masse an Links dadurch zu verstecken, in dem Sie sie mit Javacript maskieren. Das ist ein Versuch, die internen Verlinkungen für die Suchmaschinen unsichtbar, aber für den Benutzer weiterhin anklickbar zu machen, der schon seit Jahren nicht mehr funktioniert. Google und Co. sind schon seit langem dazu in der Lage, maskierte Links als normale HTML-Links zu erkennen und zu bewerten.

Interne Links sind auf Nofollow
Manch einer versucht auch die Gesamtzahl der Links dadurch zu verstecken, indem er interne Links auf Nofollow setzt. Damit schneiden sie sich gleich zweimal ins eigene Fleisch. Zum einen zählt die Suchmaschine auch die Nofollow-Links in die Gesamtzahl mit ein und zum anderen vererben diese dann nicht einmal Linkpower an die Zielseite.

Links führen ins Leere oder auf fehlerhafte Webseiten

Der letzte Fehler in der internen Verlinkung, den wir Ihnen vor Augen führen möchten, ist die Verlinkung auf nicht mehr erreichbare, fehlerhafte und Weiterleitungsseiten. Überprüfen Sie Ihre Links regelmäßig, um solche fehlerhaften Verlinkungen aufzuspüren und sofort zu eliminieren.

404er und 500er -Fehler
Links auf solche Seiten lassen sehr viel Linkpower ins sprichwörtlich Leere laufen. Im Falle der Weiterleitung auf eine nicht mehr erreichbare Seite (404) oder eine temporär nicht erreichbare Seite (500, Serverfehler), geht aber nicht nur der Linkjuice verloren, sondern möglicherweise auch der Nutzer Ihrer Webseite. Nur wenige werden nach dem Erhalten einer Fehlerseite noch einmal zu der Seite zurückkehren, von der sie kamen oder gar noch weitere Links auf Ihrer Webseite anklicken.

302er und 301er Weiterleitungen
Bei den Weiterleitungen ist es nicht immer so einfach, die Verlinkungen einfach zu entfernen. Denn man leitet ja nicht ohne Grund um. Ein Domain-Umzug oder andere wichtige Gründe stecken dahinter. Umso wichtiger ist es, dann möglichst mit einer 301er Weiterleitung zu arbeiten. Auch hier geht etwas Linkpower verloren, aber die 302er Weiterleitungen sind nur temporär. Damit verlieren Sie also über kurz oder lang den gesamten Link Juice.

Tipps für die optimale interne Verlinkung

Sicher war unsere Liste der Fehler in der internen Verlinkung noch nicht vollständig, aber die gröbsten haben wir durchleuchtet und hoffen, dass Sie jetzt schon fieberhaft Ihre Webseite durchsuchen und eine Linkstrategie aufbauen. Zum Abschluss möchten wir Ihnen noch einige generelle Tipps mit auf den Weg geben.

Bildlinks richtig setzen

Content-Links sind King und dabei die Textlinks wichtiger als Bildlinks. Das heißt aber nicht, dass Sie gar keine Bildlinks setzen sollten. Beachten Sie aber bei Bildlinks folgende Punkte:

  • Ein Bildlink wird weniger wichtig gewertet als Textlinks. Wählen Sie das Linkziel von Text- und Bildlinks also mit Bedacht.
  • Vergessen Sie auf keinen Fall, Ihr Bild mit einem ALT-Attribut und einem aussagekräftigen Titel zu versehen. Da es keinen direkten Ankertext gibt, orientieren sich die Suchmaschinen an diesen Attributen.

In unserem Beitrag Bilder SEO: Optimierung von Bildmaterial für die Suchmaschine erfahren Sie mehr zu diesem Thema.

Positionierung der internen Verlinkungen

Grundsätzlich rät die Erfahrung, dass man Links möglichst weit oben im Content setzen sollte. Das ist aber kein unbedingtes Muss. Viel wichtiger ist, dass die Links sich natürlich einfügen und an passenden Stellen gesetzt werden. Sie sollten organisch in den Lesefluss eingebaut werden, denn auch wenn Sie für die Suchmaschinen wichtig sind, ist es am wichtigsten, den Leser und Benutzer Ihrer Webseite ein höchstmögliches Maß an Usability und Mehrwert zu bieten.

Breadcrumbs verwenden

Setzen Sie auf Ihrer Webseite unbedingt Breadcrumbs („Brotkrumen“) ein. Diese Links bilden die Verzeichnisstruktur einer Seite eindeutig ab und werden optimal hierarchisch verlinkt. Breadcrumbs bilden die Verzeichnisstruktur einer Seite ab und jede Seite erhält dadurch im Prinzip Linkpower und genügend Links.

Siloing -Methode verwenden

Das Stichwort Verzeichnisstruktur führt uns zu unserem letzten Tipp für eine optimale interne Verlinkung. Immer häufiger liest man in der letzten Zeit von einer speziellen SEO-Strategie bei der internen Verlinkung: dem Siloing. Das Siloing ist die virtuelle Umsetzung der Struktur einer Webseite durch interne Verlinkung. Dabei werden Hyper-Links nicht kreuz und quer über die Website gesetzt, sondern nur innerhalb der physisch geschaffenen Silos durch die Verzeichnisstruktur. Wie sie das Siloing am besten angehen und ob Ihre Webseite dafür geeignet ist, erfahren Sie in unserem Beitrag Siloing – Optimierung der internen Verlinkung.

Fazit

Sie sehen, dass interne Verlinkung gar nicht so schwer ist, wenn man einige wichtige Punkte beachtet. Die richtige Verteilung und Visualisierung der internen Links im Text, das Vermeiden toter Linkziele und sinnvolle, sprechende Ankertexte gehören dazu. Aber auch die Strukturierung der eigenen Webseite ist wichtig, sodass Sie den Überblick behalten, welche Links zu welchen Unterseiten Ihrer Webseite führen sollen und Sie den Linkjuice optimal lenken. Die Methode des Siloing zum Beispiel ist dabei eine große Hilfe.

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Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)
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