Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Hilfestellungen bei der Interpretation und dem „Lesen“ der Ergebnisstabelle des Backlinkchecks geben.




Punkt 1:

Das kleine aber feine „Plus“ wird leider von vielen schnell übersehen. Unser Backlinkchecker gibt in der Ergebnisstabelle untereinander fortlaufend die Domains an, auf der ein Backlink gefunden wurde. Wenn es zu Ihrer getesteten Seite also 100 unterschiedliche Quellen gibt (Domainpopularität), wird die Tabelle 100 fortlaufende Nummern haben. Selbstverständlich kann eine Domain auch mehrfach auf unterschiedlichen Unterseiten auf die Testseite linken. Der Übersichtlichkeit halber, werden diese jedoch nur auf Wunsch angezeigt – eben mit Klick auf das „Plus“. Die Zahl in Klammern hinter der URL signalisiert Ihnen, um wie viele es sich hierbei handelt.


Punkt 2:

Hier wird die Fundquelle des Backlinks verzeichnet. In der Regel steht dort unser Crawlersymbol (rote Punkte). Aber auch Google, Bing, Alexa und Seomoz sind mögliche Fundquellen.


Punkt 3:

Hier wird der Pagerank der gefundenen URL angezeigt. Die meisten werden sicher wissen, was sich dahinter verbirgt. Wer es ganz genau wissen möchte, kann hier im Wiki den statistischen Wert eingängig studieren.


Punkt 4:

Die Spalte gibt den OVI-Wert (Online Value Index) aus. Dahinter verbirgt sich eine Maßzahl für die Sichtbarkeit einer Domain, entwickelt von der Firma Xovi. Zur Berechnung werden regelmäßig Rankingpositionen mit einer riesigen Datenbank an Begriffen und Begriffskombinationen ausgewertet. Pauschal gilt: Je höher der Wert, desto sichtbarer ist die Seite für Nutzer in Suchmaschinen (tendenziell bessere Positionen), als bei Seiten mit geringerem Wert. Xovi selbst beschreibt es folgender Maßen „[...] zeigt der OVI, wie gut und oft eine Domain insgesamt zu allen Keywords und Keyword-Kombis platziert ist.“ Hier gilt also: Höher = besser.


Punk 5:

Der Alexa-Rank. Zugegeben, der Alexa ist kein sehr „scharfes Schwert“. Aber dennoch recht hilfreich um zu erkennen, ob die Seite a) recht neu oder b) wahrscheinlich gut/schlecht besucht ist. Ein Alexarank von unter 50.000 deutet meist auf Seiten, die recht bekannt/beliebt und daher gut besucht sind. Bei einer Seite mit einem Alexa von 5 Millionen ist dies sehr unwahrscheinlich. Uns ist zumindest noch keine begegnet.

Das bedeutet wiederum, dass ein  Backlink von einer Seite mit niedrigem Alexa wahrscheinlich höherwertig ist, als der von einer Seite, mit einem sehr hohen Alexa. Daher fließt der Alexarank (mit abgeschwächter Wichtung) mit in die Berechnung unseres Scoringwertes (Qualityrank -> Punkt 8) ein.


Punkt 6:

Externe und interne Links können vom Webmaster mit einem zusätzlichen Attribut gekennzeichnet werden. Und zwar mit dem „Nofollow-Tag“. Das sieht dann z.B. so aus: <a href=http://www.linkziel.net rel=“nofollow“>Beispiel</a>. Diese Anweisung signalisiert den Suchmaschinen den Link nicht weiter zu verfolgen. Daher wird er auch nicht gewertet und führt der gängigen Ansicht nach auch nicht zu Verbesserungen beim Ranking. Sind nofollow-Links dann wertlos? Jain. Auf den ersten Blick ja. Dennoch gibt es Meinungen, dass eine gute Mischung aus Follow und nofollow-Links nützen kann. Denn ein natürlich gewachsener Linkmix enthält nunmal zwangsweise auch solche Links. Wenn ich Google wäre, wären für mich Linkprofile mit 100% Followlinks ein klares Signal dafür, dass hier „nachgeholfen“ wird …


Punkt 7:

Wir messen auch die Anzahl anderer externer Links auf einer Quell-URL. Befinden sich neben Ihrem Link noch 10 andere externe Links auf dieser Seite, steht dort folglich eine 11. Hier gilt eher: Je weniger andere Links desto besser, wobei solche Aussagen immer in Relation gesehen werden müssen.

Man geht davon aus, dass mit steigender Zahl der externen Links auch die Wertigkeit des eigenen Backlinkes sinkt. Metaphorisch gesprochen, „verteilt“ sich die „Kraft“ auf mehr Ziele. Zwar gibt es keine explizite Grenze für eine maximale Zahl an Links pro Seite. Wir halten jedoch 40 Links für einen sinnvollen Grenzwert. Es werden sich für Nutzer kaum sinnvolle Anwendungen finden lassen, mit mehr Links auf einer Seite. Meist handelt es sich dann um qualitativ schlechte Webkataloge mit zig Links pro Page. Daher sinkt der Qualityrank ab einer Zahl von 40 Backlinks beschleunigt.




Punkt 8:

Was ist der Qualityrank und wie wird er bestimmt?

Ist das nun ein guter Link oder nicht? Um die Qualität eines Links interpretieren zu können, ist im Idealfall langjährige Erfahrung nötig. Viele Faktoren spielen dabei eine Rolle. Dies in eine Formel zu fassen, ist sicher ebenso unmöglich, wie jahrelange Erfahrung eines Arztes zu automatisieren.

Das wissen auch wir. Wohl ist es aber möglich, eine Maßzahl zu kreieren, die, basierend auf vier Faktoren, einen ersten Eindruck vermittelt. Auch Laien können sich so schnell ein Urteil bilden, ohne erst ein sechsstündiges SEO-Seminar zu besuchen.

Früher (und bis heute) wurde dafür praktisch ausschließlich der Pagerank von Google bemüht. Insbesondere Einsteiger ziehen diesen gerne zur Bewertung einer Seite bzw. Unterseite heran. Dabei kann ein Link von einer PR7-Seite weniger nützlich sein, wie von einer PR1-Seite. Zum Beispiel, wenn sich kaum Inhalt auf der Seite befindet, dafür aber  100 oder mehr ausgehende Links. Der Qualityrank zieht daher 4 Faktoren in die Berechnung ein, die zudem unterschiedlich gewichtet werden. Das sind der bereits genannte Pagerank, der Alexarank, der OVI-Rank und die Anzahl der externen Links auf der Seite des Backlinkes.

Gemessen wird dabei im Schulnotensystem: 1 = sehr guter Backlink bis 6 = sehr schlechter Backlink.

Punkt 9:

Im Gegensatz zu den meisten Backlinkcheckern, prüfen wir bei jedem Link (bei Detailanalyse aktiviert), ob dieser sich auch wirklich aktuell zum Prüfzeitpunkt auf der Seite befindet. Dabei muss der Link nicht zwangsläufig gelöscht sein. Es ist auch möglich, dass der Server gerade ausgefallen ist oder ein Datenbankfehler auf der Quellseite vorliegt …

Zeichenerklärung:
grüner Harken: Backlink existiert und ist aktiv;
gelbes Fragezeichen: Link ist temporär nicht erreichbar (z.B. weil die besagte Seite kurz nicht zu erreichen ist);
rotes Ausrufezeichen: Backlink existiert nicht mehr / wurde entfernt – Seite war aber erreichbar;

Punkt 10:

Zeigt an, ob es sich dabei um einen „T“extlink handelt oder um einen „B“ild-Link, wie etwa einem Banner.

Punkt 11:

Zeigt die IP Adresse des Servers, auf der die Seite liegt. Für einen natürlichen und breit angelegten Linkmix ist es hilfreich, möglichst weit zu streuen. Kommen alle Links nur aus der Nähe eines IP-Bereiches, wäre dies ein negatives Signal in Richtung „unnatürliches Linknetzwerk“.

Punkt 12:

Hier können sie sicher weitere Informationen zu der Domain anzeigen lassen, auf die der Link X gefunden wurde. Das sind z.B. Alter, DMOZ- und Wiki-Listing.