SEO: Die Bedeutung einer langfristigen Optimierung

Die Suchmaschinenoptimierung (kurz „SEO“) ist kein einmaliges To-Do auf der Liste der Onlinemarketing-Tätigkeiten. Ganz im Gegenteil: Suchmaschinenoptimierung muss fortwährend gelebt werden, wenn sie Erfolg zeigen soll. In vielen Unternehmen ist das noch nicht angekommen, wie die mIndex-Studie 2016 gezeigt hat, über die wir im August auf unserem Blog berichtet haben*.

Doch was bedeutet eigentlich immer dieses „langfristig“ und „keine einmalige Sache“ im Zusammenhang mit den Maßnahmen der Suchmaschinenoptimierung? Schließlich hört man davon in der Szene immer wieder. Wir zeigen heute, welches Vorgehen sich anbietet und leiten daraus ab, warum immer wieder von „Langfristigkeit“ gesprochen wird.

Ein SEO-Konzept haben

Wie so oft im Onlinemarketing, stellt das Vorhandensein eines fundierten Konzepts auch im Bereich der Suchmaschinenoptimierung das absolute A und O dar. Dazu muss man weder über einen Studienabschluss in den Bereichen Marketing oder Informatik verfügen, wenn nach den folgenden Schritten vorgegangen wird.

1. Die Ist-Analyse

Die Abbildung des aktuellen Zustandes ist sowohl im klassischen Marketing als auch im Onlinemarketing von entscheidender Bedeutung. Schließlich ist erstmal zu eruieren, wo man aktuell „steht“, bevor sich Ziele für die Zukunft setzen lassen. In Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung bedeutet das herauszufinden, welche SEO-Maßnahmen in der Vergangenheit bereits umgesetzt wurden. Dazu gehören sowohl OnPage-Maßnahmen (= also eine Optimierung auf der Website selbst) und OffPage-Maßnahmen (= außerhalb der eigenen Website umgesetzte Optimierungs-Maßnahmen).

Haben diese zu Erfolgen geführt und wenn ja, konnten Sie diese Erfolge messen? Welche Keywords wurden verwendet? Aber auch die Analyse der Zielgruppe und der Wettbewerber sind in diesem ersten Schritt wichtig.

Wer ist die Zielgruppe, auf die die Maßnahmen ausgerichtet werden? Dazu eignen sich die folgenden Fragestellungen:

  • Sind Ihre Zielgruppe Privatkunden („Business-to-Consumer“) oder handelt es sich um Geschäftskunden („Business-to-Business“)?
  • Wie alt Sind die potenziellen Kunden, welches Geschlecht haben sie, wo sind sie wohnhaft, wie ist es um die Bildung/den Beruf, den Familienstand, die Werte, das Einkommen bestellt? Über welche Eigenschaften (z.B. innovationsfreudig, sicherheitsorientiert, Nutzer bestimmter Medien, etc.) verfügen sie?
  • Bei Geschäftskunden: Wie groß ist das Unternehmen, wie hoch der Umsatz, wo befinden sich Firmensitz, in welcher Branche agiert die Firma, in welcher Unternehmensphase ist sie aktuell angesiedelt?

Bei der Durchführung der Wettbewerbsanalyse können Sie nach dem eben zuletzt genannten Punkt vorgehen. Ergänzen lassen sich noch die Analysepunkte „Onlinemarketing-Maßnahmen der Konkurrenz“ und „Corporate Identity“ („Außenauftritt“ in den verschiedenen Kanälen).

2. Ziele setzen

Im nächsten Schritt stellt sich die Frage, welche Ziele mit den SEO-Maßnahmen künftig erreicht werden sollen. Die Zielsetzungen dienen als Basis für die spätere Erfolgskontrolle und sind daher von großer Wichtigkeit. Ziele müssen messbar, realistisch und eindeutig formuliert sein und einen Zeitraum vorgeben, in welchem diese zu erreichen sind.

3. Von der Idee zur Umsetzung

Die Durchführung einer Keyword-Analyse bildet den ersten wichtigen Baustein des Konzepts. Hierfür überlegt man sich zunächst Schlagworte, unter denen der Webauftritt in Zukunft gefunden werden möchte – und zwar am besten für jede einzelne Unterseite einer Website. Mit Hilfe eines geeigneten Tools (z.B. dem Google AdWords-Tool) lässt sich nun eruieren, wie hoch das Suchvolumen und der Wettbewerb für den jeweiligen Begriff sind.

Grundsätzlich gilt: Je höher das Suchvolumen und je geringer der Wettbewerb, desto besser stehen die Chancen, unter diesem Begriff gut zu ranken.

Haben die gewählten Begrifflichkeiten kein hohes Suchvolumen oder einen sehr hohen Wettbewerb ist es sinnvoll, sich Keyword-Alternativen ausgeben zu lassen.

Stehen die richtigen Keywords einmal fest, ist das schon mal die „halbe Miete“. Nun geht es an die ganzheitliche Suchmaschinenoptimierung – sprich: OnPage- und OffPage-Optimierung der Website.

Die gewählten Keywords sollten sich in den Website-Texten wiederfinden, in Haupt- und Zwischenüberschriften und in regelmäßig erscheinendem Content, wie Blogartikeln, auftauchen. Wichtig: Die Verwendung der Keywords muss unbedingt natürlich klingen und sollte nicht „künstlich“ nach oben getrieben werden. Schließlich ist das Penguin 4.0-Update dafür verantwortlich, so genannte „Spam-Texte“ auszusortieren – und das kann dazu führen, dass Google einzelne Unterseiten abstraft. Das wäre natürlich der eigenen SEO-Strategie ganz und gar nicht zuträglich.

Darüber hinaus ist die Website für mobile Endgeräte zu optimieren, die Ladezeit so gering wie möglich zu halten, interne Verlinkungen zu verwenden. Natürlich gibt es noch viele weitere Google-Rankingfaktoren, die OnPage-seitig Berücksichtigung finden können und sollen. Es würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen, alle zu benennen.

Anschließend folgt die OffPage-Optimierung des Webauftritts. Dazu zählt unter anderem der langfristige Aufbau von so genannten „Backlinks“. Backlinks sind Verlinkungen von anderen Internetauftritten auf die eigene Website. Diese sollten möglichst von thematisch passenden Webseiten stammen, um qualitativ hochwertig zu sein und von Google honoriert zu werden. Der Erhalt von Backlinks lässt sich „forcieren“, sollte aber auf keinen Fall im Übermaß stattfinden und muss für Google immer nach einem organischen („natürlichen“) Backlinkaufbau aussehen.

Die beste Möglichkeit, um hochwertige Verlinkungen zu erhalten, besteht darin, dass der eigens produzierte Content (z.B. in Form von Blogartikeln) so hochwertig und interessant ist, dass andere von selbst darauf verlinken, um den eigenen Lesern einen Mehrwert zu bieten. Die Erstellung mehrwerthaltiger Infografiken stellt ebenfalls eine tolle Möglichkeit dar, an Verlinkungen zu gelangen – gute Infografiken sind, zu gewissen Themen, einfach rar gesät und sagen oftmals mehr als tausend Worte. Insbesondere dann, wenn es sich um sehr erklärungsbedürftige/technische Inhalte handelt.

Über hochwertige Inhalte wird auch dafür Sorge getragen, dass User die eigenen Beiträge gerne in sozialen Netzwerken teilen. Das wiederum erzeugt so genannte „Social Signals“. Google hat zwar bisher weder bestätigt noch überzeugend dementiert, dass Social Signals als Rankingfaktoren gelten. Schaden können diese aber nicht – sorgen sie doch für eine hohe Reichweite und das Erreichen neuer Zielgruppen.

Den eigenen Webauftritt für lokale Suchanfragen optimieren, das gehört auch zu den OffPage-Maßnahmen und nennt sich „Local SEO“. Hierfür wird ein Google MyBusiness-Profil mit den wichtigsten Unternehmensdaten angelegt und so genannte „Local Citations“ forciert. Dafür trägt man das eigene Unternehmen in thematisch passende Online-Branchenbücher ein. Wichtig ist, dass die Infos, die hier gestreut werden, immer konsistent sind und – sofern sich Änderungen bei Firmenadresse, Telefonnummer, etc. ergeben – eine direkte Anpassung erfolgt.

Die „langfristige“ Umsetzung

Die Liste der SEO-Maßnahmen ließe sich ewig so weiterführen – und das würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen. Aber genau das zeigt schon: Als Betreiber einer Website ist man immer in der Pflicht, sich bezüglich der Rankingfaktoren und den Algorithmus-Updates von Google fortwährend auf dem Laufenden zu halten. Und da war es wieder … – das Wort „langfristig“ im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung. Was steckt denn nun wirklich dahinter?

Fakt ist: Google schraubt auch in Zukunft stetig an den Rankingfaktoren, um die Qualität der Suchergebnisse im Interesse der User zu verbessern. Da Google, wie schon erwähnt, viel Wert auf organische Reichweite und organisches (Link-)Wachstum legt, heißt es als Website-Betreiber „immer am Ball bleiben“ und „die gewählten Maßnahmen konsequent umsetzen“.

Dazu gehört, regelmäßig Blogartikel zu veröffentlichen, regelmäßig Local Citations zu fördern, den Backlinkaufbau konsequent „voranzutreiben“, sich regelmäßig auf dem Laufenden zu halten, welche Algorithmus-Updates Google ausrollt und auch diese Richtlinien regelmäßig für den eigenen Webauftritt umzusetzen.

Sie sehen also: Bei der Suchmaschinenoptimierung ist es mit einem Mal tätig werden nicht getan – und genau das steckt hinter dem häufig gebrauchten Begriff „langfristig“!

Fazit

Vielbeschäftigte Selbstständige schrecken oftmals erstmal zurück, wenn sie erkennen, welcher dauerhafte Aufwand hinter der Suchmaschinenoptimierung steckt.

Die gute Nachricht: Selbst wer im Alltag keine Zeit und Muße hat, sich mit der Thematik intensiv auseinander zu setzen, muss auf das große Potenzial, welche die Suchmaschinenoptimierung bietet, nicht verzichten. Es gibt zahlreiche SEO-Agenturen oder selbstständige SEO-Profis, die bei der Umsetzung – in Gänze oder auf Wunsch auch nur in Teilen – behilflich sein können.

*Studie: https://www.mindshape.de/fileadmin/downloads/seo-studie/seo-studie-mindex-2016.pdf (PDF)

written by

Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)
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