Nützliche Open Graph-Basics

Die Nutzung von sozialen Netzwerken, wie Facebook und Google+, ist heutzutage aus dem Unternehmensmarketing nicht mehr wegzudenken. Schließlich können hier, zu relativ überschaubaren Kosten, eine hohe Reichweite erzielt und die Bekanntheit gesteigert werden. Geteilte Beiträge, Likes und Kommentare, also so genannte „Social Signals“, haben zudem einen positiven Effekt auf die Suchmaschinenoptimierung.

Teilen User die Website eines Unternehmens, können sie ihren eigenen Freundeskreis bzw. neue Fans und Follower auf die jeweilige Unternehmensseite aufmerksam machen.

Gibt der Betreiber einer Website jedoch nicht explizit vor, welche Daten beim Teilen eines Links angezeigt werden sollen, stellen Facebook und Google+ die jeweiligen Informationen selbst zusammen. Nicht selten passiert es dann, dass ein verschwommenes oder verpixeltes Bild angezeigt wird, die Überschrift unpassend ist und der Beschreibungstext sein Ziel verfehlt.

Mit dem im Jahr 2010 eingeführten „Open Graph Protocol“ gibt es die Möglichkeit, durch Zugang zur Facebook-API, genau diese Angaben für geteilte Links bei Facebook und Google+ vorab ganz individuell zu definieren.

Heute stellen wir Ihnen einige Basics vor, damit Sie die Meta-Angaben geteilter Links ganz einfach selbst anpassen können.

Open Graph richtig verwenden

Die Einbindung der Meta-Daten erfolgt, innerhalb des HTML-Dokuments, im Header. Hier lassen sich dem Quelltext verschiedene Codes hinzufügen – die drei wichtigsten und deren Funktionen stellen wir Ihnen im Folgenden vor.

Ein Titelbild festlegen „og:image“

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ – das ist wahr, denn ein aussagekräftiges Titelbild weckt die Neugier auf den geteilten Link und trägt nachweislich entscheidend dazu bei, dass User auf den Link klicken. Der Wahl des Bildes kommt also eine ganz besondere Bedeutung zu und die Entscheidung sollte deshalb wohlüberlegt sein – ist aber natürlich auch jederzeit rückgängig zu machen oder zu ändern.

Das Markup zum Einfügen eines individuellen Titelbildes lautet:

Doch aufgepasst: Damit das gewählte Bild wie gewünscht mit dem geteilten Beitrag angezeigt wird, gilt es auch die entsprechenden Bildgrößen zu beachten, die von Facebook und Google+ vorgegeben werden. Hier gibt es immer mal wieder Änderungen, die man dann auch entsprechend bei der Wahl des Titelbildes berücksichtigen sollte.

Aktuell liegt die optimale empfohlene Größe bei 1200 x 900 Pixeln – bei geringeren Auflösungen wird das Bild von Facebook entsprechend „gestreched“. Ein Bild sollte jedoch mindestens 300 x 150 Pixel groß sein.

Weitere aktuelle Bildgrößen von Facebook, Google+ & Co. finden Sie hier.

Definition der Überschrift „og:title“

Die Überschrift, oder auch „Title“ genannt, ist – neben einem aussagekräftigen Bild – der „Eyecatcher“ eines geteilten Links. Aus diesem Grund ist es besonders wichtig, eine prägnante Überschrift zu wählen, welche die Interessen und Bedürfnisse der Zielgruppe anspricht.

Versetzen Sie sich in die Zielgruppe hinein und überlegen Sie, welcher Titel Aufmerksamkeit erwecken könnte. Für die Wahl der Überschrift stehen maximal 95 Zeichen zur Verfügung, nach etwa 50 Zeichen findet ein Zeilenumbruch statt. Ein „knackiger Einzeiler“ ist vermutlich besser geeignet, als die ganze Bandbreite der Zeichenzahl auszuschöpfen – das hängt aber natürlich ganz individuell von der Zielgruppe bzw. dem zu erreichenden Ziel ab.

Der zugehörige Markup lautet:

Der Beschreibungstext „og:description“

Welchen Inhalt erwartet der User, wenn er auf den geteilten Link klickt? Diese Frag zu beantworten, das ist die Aufgabe des Beschreibungstextes, auch „Description“ genannt. Mit „og:description“ kann ein individueller Beschreibungstext für geteilte Links in sozialen Netzwerken definiert werden. Die maximale Zeichenlänge beträgt 297, allerdings gilt auch hier: Je kürzer und aussagekräftiger, desto besser!

Wenn Sie im Header des HTML-Dokuments eine entsprechende Beschreibung einfügen möchten, ist das folgende Markup der richtige:
beschreibung

Nützliches Instrument: Der Open Graph Debugger

Wer überprüfen möchte, welche Daten Facebook beim Teilen einer URL anzeigen, für den stellt der Facebook Object Debugger ein äußerst hilfreiches Instrument dar. Die hier gespeicherten Informationen lassen sich löschen und durch individuelle Angaben ersetzen.

Auch Google bietet eine entsprechende Möglichkeit zu überprüfen, welche Angaben beim Teilen eines Links extrahiert werden – das “Structured Data Testing Tool”.

Fazit

Damit das Interesse der User an dem geteilten Beitrag geweckt wird, sind ein aussagekräftiges Bild eines geteilten Links, ein prägnanter Beschreibungstext und eine neugier-weckende Überschrift von entscheidender Bedeutung. Umso wichtiger, diesen Aspekt nicht dem Zufall zu überlassen und die Meta-Angaben den Interessen der Zielgruppe entsprechend zu definieren. Auf diese Weise lassen sich deutliche Verbesserungen im Hinblick auf die Klickrate („Click-Through-Rate“, kurz CTR) verzeichnen.

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