Mit Infografiken den Backlinkaufbau fördern

Gute Backlinks gehören zu den etwa 200 Google-Rankingfaktoren. Doch als Website-Betreiber steht man häufig vor der Frage: Woher bekomme ich eigentlich qualitativ hochwertige Backlinks? Hierfür gibt es unterschiedliche Methoden. Heute stellen wir eine davon vor – und das ist der Aufbau von Backlinks mittels Infografiken.

Content is King

Noch immer und sogar mehr denn je gilt: Content is King. Damit Inhalte von Usern verlinkt werden und hieraus gute Backlinks resultieren, muss der Content einen Mehrwert bieten. In diesem Zuge wird ein ganz bestimmter Aspekt immer wichtiger: Die Visualisierung. Mittels Infografiken lassen sich komplexe Inhalte verständlich auf den Punkt bringen. Das Prinzip dabei: Ist die Infografik wirklich nützlich, wird sie von Usern verlinkt und geteilt – und schon gewinnt der eigene Backlinkaufbau an Rückenwind.

Eine aussagekräftige und mehrwerthaltige Infografik zu erstellen ist, zugegebenermaßen, nicht ganz trivial und bedarf unbedingt einer Konzeptionierung. Wir zeigen Ihnen im Folgenden, welche Aspekte dabei in Betracht gezogen werden sollten.

1. Die Thematik

Es gibt viele Themen, die sich potenziell für Infografiken eignen. Die Kunst ist es herauszufinden, welche Themen die Zielgruppe besonders ansprechen, denn schließlich soll die Infografik durch das Teilen an Reichweite gewinnen. Gefragt sind deshalb „brandaktuelle“ Themen aus der jeweiligen Branche oder solche, die quasi „Dauerbrenner“ und somit für die Zielgruppe auch langfristig von Interesse sind, da sie nicht an Aktualität verlieren.

Beispiel: Eine Marketing-Agentur könnte beispielsweise eine Infografik zum Thema „Die 10 No-Gos im Web-Design“ erstellen. Die Thematik ist ein absoluter Dauerbrenner – dagegen wäre eine Grafik mit dem Titel „Einführung neuer Twitter-Statistiken“ brandaktuell. Hier muss man sich jedoch bewusst sein, dass die Thematik im Laufe der Zeit die User nicht mehr interessiert. In diesem Fall kann die „veraltete“ Infografik jedoch als Basis für Weiterentwicklungen genutzt werden, beispielsweise weil Twitter weitere Tools zur Erfolgskontrolle bereitstellt. Auf diese Weise ist die Infografik nicht „verloren“, sondern wird auf sinnvolle und unkomplizierte Weise wieder zum Leben erweckt.

Ganz wichtig ist in diesem Zuge auch herauszufinden, ob zum gewählten Thema bereits eine Infografik existiert. Ist das bereits der Fall, sollte der Leitgedanke entsprechend abgeändert werden – schließlich interessiert User nicht „der Schnell von gestern“, den sie bereits kennen. Ärgerlich, wenn man die Infografik bereits erstellt hat und dann feststellen muss, dass zu diesem Aspekt bereits eine solche existiert.

2. Die Recherche

Ganz klar: Die korrekte Recherche ist das A und O. Schließlich liefert eine Infografik nur dann den entsprechenden Mehrwert, wenn sie richtig recherchierte Informationen verständlich auf den Punkt bringt.

Enthält eine Infografik falsche Auskünfte, so kann das nicht nur der eigenen Reputation im Internet schaden, sondern die Infografik wird – sobald User den Fehler entlarvt haben – auch nicht geteilt. Schließlich kann das schlechte Image auf denjenigen abfärben, der seinem Netzwerk falsche Informationen zur Verfügung stellt. Und das möchte schließlich niemand!

Um das Vertrauen der Leser zu gewinnen, sind unbedingt die Quellen zu nennen, die als Basis für die Infografik gedient haben. Das wirkt nicht nur rechtschaffend, sondern ermöglicht den Lesern auch weiterführende Inhalte zu diesem Thema einfach zu finden.

3. Der Aufbau einer Infografik

Eine Infografik soll natürlich nicht nur wesentliche Informationen vermitteln, sondern muss gleichzeitig auch ein optisches Highlight sein. Die optische Aufbereitung darf also dem gut recherchierten Content in nichts nachstehen.

Der logische Aufbau einer Infografik richtet sich natürlich in erster Linie nach dem Inhalt und wie dieser dargestellt werden kann, um bei den User verständlich anzukommen. Es ist nicht sinnig, an dieser Stelle einen bestimmten Aufbau zu empfehlen. Grundsätzlich gilt: Orientieren Sie sich an dem jeweiligen Thema und konzentrieren Sie sich darauf, die wichtigsten Aspekte in einen sinnvollen Bezug zu bringen – sodass auch ein Fachfremder diese nachvollziehen kann.

Entscheidend ist, dass die Infografik zudem einen Hinweis auf den Autor enthält – beispielsweise indem das Firmenlogo, die URL oder der Name des Autors in der Infografik untergebracht werden. So können Sie sich erstens als Experte auf dem jeweiligen Themengebiet positionieren und steigern den Wiedererkennungswert bei den Usern.

Wie eben schon erwähnt, dürfen auch die Quellenangaben bei dem Gesamtaufbau nicht fehlen.

4. Verlinkungen fördern

Die beste Infografik gewinnt keine Backlinks, wenn sie ungesehen bleibt.
Machen Sie die Grafik vor der Veröffentlichung suchmaschinentauglich. Das heißt, verwenden Sie Alt- und Title-Tags, eine aussagekräftige Bildüberschrift und eine Meta-Description mit den entsprechenden Keywords. Auf diese Weise sorgen Sie für die notwendige „Linkability“, so das Fachwort.

Anschließend ist es wichtig, die Infografik auf so vielen Plattformen wie möglich zur Verfügung zu stellen, um die Chance auf Verlinkungen zu erhöhen. Sei es der eigene Blog, in sozialen Netzwerken oder im Rahmen eines E-Mail-Newsletters: Erlaubt ist das, was Reichweite bringt! Auch Gastartikel sind eine hervorragende Möglichkeit, um die eigenen Inhalte an Reichweite gewinnen zu lassen.

5. Infografiken erstellen: Nützliche Programme

Wer mit Photoshop und Co. nicht so gut umgehen kann, für den stehen verschiedene kostenlose und kostenpflichtige Tools zur Verfügung, um Infografiken zu erstellen.

So beispielsweise der Webdienst Infogr.am, welcher kostenlos zur Verfügung steht und sich insbesondere hervorragend für Einsteiger eignet. Es gibt verschiedene Templates, welche mit wenigen Klicks zu individualisieren sind. Auch Tabellen aus Excel lassen sich unkompliziert importieren und visualisieren.

Einziges Manko: Die erstellte Infografik kann nicht heruntergeladen werden, sondern wird auf der Infogr.am Seite veröffentlicht. Von dort aus lässt sie sich einbetten.

Grundsätzlich dasselbe Prinzip verfolgt auch der Dienst Piktochart. Das Tool punktet jedoch zusätzlich damit, dass erstellte Grafiken direkt als PNG-Datei zur Verfügung stehen.

Weitere nützliche Tools sind in diesem Zusammenhang Vizualize.Me, Easel.ly und InFoto. Im World Wide Web existieren noch weitaus mehr Tools zur Erstellung von Infografiken. Deshalb lautet die Devise: Ausprobieren und das für die eigenen Bedürfnisse nützlichste Tool herausfinden.

Fazit

Die Aufbereitung komplexer Informationen für eine Infografik bedarf einer gründlichen Vorarbeit. Wem selbst die notwendigen Grafik-Kenntnisse fehlen, sollte sich einen Grafik-Designer ins Boot holen oder eines der vorgestellten Programme ausprobieren.

Die Infografik muss gut durchdacht und strukturiert sein, damit der Mehrwert entsprechend transportiert wird. Richtig eingesetzt, können Infografiken dafür sorgen, dass der Backlinkaufbau einen Aufschwung erhält. Voraussetzung ist: Der Content ist gut recherchiert, die Grafik stellt ein optisches Highlight dar und es werden die richtigen Kanäle zur Verbreitung genutzt.

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Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)
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