Google-Rankingfaktoren: Die OnPage-Optimierung – Teil 2

Mehr als 200 Google-Rankingfaktoren geben die Spielregeln vor wenn es darum geht, eine Website oder einen Blog für die Suchmaschine zu optimieren und damit das eigene Ranking positiv zu beeinflussen. Wie schon in unserem vorigen Blogartikel erwähnt, bilden die OnPage-Maßnahmen (= Maßnahmen auf der Website selbst) die wichtige Grundlage für spätere SEO-Maßnahmen, die außerhalb der eigenen Seite (“OffPage”) stattfinden. Wir starten deshalb nun im Folgenden zuerst mit wichtigen OnPage-Rankingfaktoren.

Mobile Optimierung als Rankingfaktor

Am 21. April diesen Jahres hat Google den so genannten Mobile-Friendly-Algorithmus eingeführt. Dahinter steckt das Ziel, die mobile Suche für User noch komfortabler zu gestalten. In diesem Zuge werden Seiten, die nicht für mobile Endgeräte optimiert sind, mit einer Art “Warnhinweis” ausgestattet – und das wirkt sich auch negativ auf das Ranking in den mobilen Suchergebnissen aus. Deshalb gilt es, bei der Entwicklung der Seite, diese direkt auch für kleinere Bildschirmgrößen zu optimieren.

Bewährt hat sich dabei der so genannte “Mobile First”-Ansatz, im Zuge dessen die jeweilige Seite zuerst für mobile Endgeräte optimiert wird und dann die Anpassung für größere Bildschirme erfolgt. Die mobile Optimierung einer Internetseite ist also heute ein wichtiger Rankingfaktor, dem bei der Entwicklung der Seite unbedingt Beachtung geschenkt werden sollte. Dasselbe gilt auch für die Ladezeit einer Seite!

Rankingfaktor “Ladezeit”

Etwa Mitte des Jahres 2009 rief Google eine Initiative für schnelleres Internet ins Leben und forderte Webmaster dazu auf, ihre Seiten hinsichtlich der Ladezeiten zu überprüfen und zu optimieren. Damit war, etwa ein Jahr später, offiziell der Rankingfaktor „PageSpeed“ geboren. Doch was kann man als Betreiber einer Website oder eines Blogs tun, um Website-Ladezeiten zu verkürzen? Hier gibt es mehrere Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit besteht darin, Stylesheets und Java-Script-Dateien zu verwenden, weil diese, anders als Inline-Styles oder Inline-Javascript-Code, im lokalen Browsercache zwischengespeichert werden können.

Auch in Bezug auf Schriftarten gibt es einige Aspekte zu beachten. Im Grunde sollte, nach Möglichkeit, auf besondere Schriftarten, die in Webfonts konvertiert werden müssen, verzichtet werden. Ist dies keine Option, so müssen die erforderlichen Daten in externe Dateien ausgelagert und minimiert werden. Als eine weitere Möglichkeit bieten Anbieter, wie Google oder Cufon, eigene optimierte Webfonts an.

Durch die Benutzung von CDNS (Code Distribution Networks) können Bibliotheken, wie JQuery oder Bootstrap, extern über Google oder andere Anbieter gehostet werden, um Ladezeiten zu verringern. Die Anfrage an den Google-Server funktioniert dann wesentlich schneller, als das bei dem eigenen Server der Fall wäre. Ein weiterer Vorteil ist: Man muss sich nicht darum kümmern, dass die aktuellste Version der Bibliothek eingebunden wird, denn das passiert dann automatisch.

Zudem sind Inline-Styles zu vermeiden – das heißt, das „Style Attribut“ sollten nicht direkt im Tag verwendet werden, denn das wirkt sich negativ auf die Ladezeit aus. Besser ist es, dem Tag eine eigene CSS-ID oder eine eigene CSS-Klasse zu zuweisen und den Style des Objekts dann in eine Datei ausgelagertem Stylesheet anzupassen.

Bilder sind nach Möglichkeit in nativer Auflösung bereit zu stellen, das heißt exemplarisch: Ein Thumbnail (Vorschaubild) sollte nicht in einer hohen Auflösung von z.B. 1000 x 1000 Px verwendet werden, sondern in einer angemessenen Größe von etwa 150 x 150 Px. Für mobile Endgeräte mit hoher Auflösung kann man die doppelte Größe ansetzen, damit man hier ein hochwertigeres Bildergebnis erzielt. Java-Script-Dateien haben längere Ladezeiten, da der Code beim Client, also beim Nutzer selbst, ausgeführt wird und nicht beim Server. Wird das Script im Header eingebunden, wird zuerst dieses Element geladen, der entsprechende Code ausgeführt und erst danach die weiteren Elemente der Website geladen – und genau das macht die Seite langsam. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, das Java-Script vor dem Ende des Body-Tags einzubinden.

Werden von der Datenbank viele Elemente oder eine große Menge an Daten abgerufen, bietet sich eine Optimierung von MySQL und von vorhandenen Queries (Anfragen an eine Datenbank, z.B. „Liefere mir alle veröffentlichten Postings“) ebenfalls an, um die Ladezeit der Seite zu verkürzen. Die Queries können optimiert werden, indem nur benötigte Ergebnisse abgerufen werden oder indem ein großes Query in mehrere kleine unterteilt wird.

Zugegeben: Zur Verkürzung der Ladezeiten einer Seite sind entsprechende Webentwicklungskenntnisse von Vorteil und auch notwendig. Zudem gibt es schier unendlich viele Möglichkeiten zur Ladezeitoptimierung, so dass wir hier nur einen winzigen Ausschnitt präsentieren können. Für wen das ein sprichwörtliches „Buch mit sieben Siegeln“ ist, sollte sich an einen Experten – also an einen erfahrenen Entwickler oder an eine entsprechende Agentur wenden – die dann die Optimierung hinsichtlich der Ladezeiten übernimmt. Üblicherweise berücksichtigt der Entwickler die genannten Aspekte bereits im Rahmen der Website- bzw. Blog-Erstellung.

Schwachpunkte aufdecken

Doch wie kann man objektiv messen, ob die eigene Webseite (oder Server) „zu langsam“ ist bzw. Potenzial für mehr Optimierungen bietet? Das kostenlose, umfangreiche SEO-Tool „SEOlyer“, ermittelt unter anderem mehrere Faktoren in Punkto Webspeed. Etwa die Pingzeit des Servers, dessen ungefähre Antwortdatenrate, den Google-Pagespeed und vieles mehr. Zudem gibt der Seolyser einige Tipps zur Verbesserung, sofern nötig.

Fazit

Website- und Blogbetreiber tun gut daran, sich regelmäßig mit den Rankingfaktoren und den Google Algorithmus-Änderungen zu befassen, denn: Nur wer sich damit auskennt, kann auch die Suchmaschinenoptimierung langfristig erfolgreich und strategisch umsetzen. Was zuerst mal kompliziert klingen mag, ist jedoch nur “halb so wild”, wenn man sich etwas Zeit nimmt, um in die Materie einzudringen. Wer dafür selbst keine Zeit hat, sollte einen Experten zu Rate ziehen. In unserem nächsten Blogartikel stellen wir weitere wichtige Rankingfaktoren vor.

written by

Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)

One Response to "Google-Rankingfaktoren: Die OnPage-Optimierung – Teil 2"

  1. Brian Klanten says:

    Hey Sebastian,
    der Artikel hat mir wirklich gut gefallen.

    Ich selber finde es sehr wichtig das eine Website schnell lädt. Ich bleibe nicht sonderlich lange auf einer Seite, wenn diese erst mal Minuten braucht um alle Elemente zu laden. Ich finde es wird ja schon bei 5 Sekunden kritisch.

    Daher sollte man hier auf jeden Fall ein Auge auf die Ladezeiten haben und versuchen diese so gering wie nur möglich zu halten.

    Habe mir auch mal die Mühe gemacht und einen Artikel mit 30+ Tipps zur OnPage Optimierung verfasst:
    http://online-marketing-site.de/onpage-optimierung/

    Gehe da auf die Tipps genauer ein, auch die Ladezeit ist ein Thema in diesem Artikel.

    Ich selber teste diese Tipps eine ganze Weile und konnte meine Rankings damit deutlich verbessern.

    LG
    Der Brian

    Antworten

Leave a Reply

Want to join the discussion?
Feel free to contribute!

Schreibe einen Kommentar zu Brian Klanten Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.