DoFollow- und NoFollow-Tags: Richtlinien für das Verhältnis

Erst kürzlich veröffentlichte Seachmetrics, Anbieter der Plattform „Searchmetrics Suite“, wieder die alljährliche Studie zum Thema „SEO Rankingfaktoren“. Die Ergebnisse sind nicht überraschend, denn die Untersuchung zeigt, dass hochwertiger Content auch in diesem Jahr immer noch einer der wichtigsten Rankingfaktoren darstellt. Aber auch die Architektur der Website und ein hochwertiges Linkprofil sind ausschlaggebende Größen. Ersichtlich wird auch, dass das Verhältnis von DoFollow- und NoFollow-Tags im Rahmen der Suchmaschinenoptimierung eine Rolle spielt. Deshalb widmen wir uns diesem Thema heute ausführlich.

Wie sind DoFollow- und NoFollow-Tags definiert und welches Verhältnis der Links ist optimal für das eigene Suchmaschinen-Ranking? Gibt es Richtlinien? Diese Frage haben sich bestimmt viele Website-Betreiber schon einmal gestellt.

Begriffserklärung: DoFollow und NoFollow

Beide Begrifflichkeiten beziehen sich auf Anweisungen innerhalb des HTML-Codes. Diese Anweisungen sorgen dafür, dass die Suchmaschinen Links entweder zur Beurteilung der Linkpopularität heranziehen (DoFollow) oder sie nicht als Rankingfaktor berücksichtigt werden (NoFollow). Anders formuliert: Google sieht einen Backlink als Empfehlung an, sofern ein DoFollow-Tag gesetzt wurde und das wird im Rahmen des Suchmaschinen-Rankings honoriert. Bei einem NoFollow-Tag folgt die Suchmaschine dem verlinkten Ziel nicht.

Im Folgenden zum besseren Verständnis ein Beispiel.

  • Ein herkömmlicher Hyperlink wird im HTML-Code folgendermaßen ausgezeichnet:

     

  • Soll der Link nicht für die Linkpopularität herangezogen werden, wird der NoFollow-Tag verwendet. In diesem Fall sieht der HTML-Code so aus:

     

  • Fällt die Entscheidung bewusst darauf, dass ein Link als Rankingfaktor eingeht, wird das in HTML folgendermaßen kodiert:

Nun stellt sich natürlich die Frage nach der Daseinsberechtigung von NoFollow-Links, wenn die Suchmaschine diesen sowieso nicht folgt. Google führte die NoFollow-Tags vor etwa 9 Jahren mit dem Ziel ein, Kommentare unter Blogartikeln, die Links zur Website des Kommentierenden enthielten, zu entwerten und so dem missbräuchlichen Backlinkaufbau einen Riegel vorzuschieben. Mit Einführung der NoFollow-Tags mussten diese Kommentare auch nicht mehr gelöscht, sondern lediglich entwertet werden. So wird kein „Linkjuice“ an Seiten vergeudet, die nicht zur Beurteilung der eigenen Website herangezogen werden sollen.

Die Meinungen gehen auseinander

Welches Verhältnis bei DoFollow- und NoFollow-Tags wirklich angemessen ist, da scheiden sich die Geister. Fakt ist: Pauschal kann man zu diesem Thema keine Aussage treffen, denn: Google selbst hat sich bislang nicht dazu geäußert, wann das Verhältnis der Tags zueinander manipuliert bzw. unnatürlich aussieht. „NoFollow-Links schaden der eigenen Seite nicht“, entkräftet Matt Cutts kursierende Mythen in seiner Video-Stellungnahme.

Die Ergebnisse der aktuellen Searchmetrics Studie zeigen dagegen, dass etwa 2% der Links mit NoFollow-Tags gekennzeichnet sein sollten, um ein qualitativ hochwertiges Linkportfolio zu gewährleisten und um Google eine „Natürlichkeit“ zu signalisieren.
Online-Marketing Experte Björn Tantau verweist in seinem aktuellen Blogartikel darauf, dass es sinnvoll ist, wenn mindestens 60% der Links mit DoFollow gekennzeichnet sind.

Eine definitive Faustregel für das richtige Verhältnis der Links zueinander gibt es also nicht, wie wir soeben festgestellt haben. Doch welche Schlussfolgerung können Webmaster daraus nun ziehen?

Handlungsempfehlung

Eine natürlich anmutende Backlink-Struktur nach innen und außen ist das A und O, um das eigene Suchmaschinen-Ranking nicht zu gefährden, denn: Nimmt Google den Backlinkaufbau als unnatürlich wahr, sind eine Abstrafung und hieraus resultierend ein verschlechtertes Suchmaschinen-Ranking die Folge. Wie sollte man also handeln?

Eine Website, die nur aus NoFollow-Tags besteht, wird von Google nicht als natürlich angesehen werden. Gleichermaßen scheint es für Google auch nicht natürlich, wenn eine Seite ausschließlich DoFollow-Links aufweist.

So ist es sinnvoll, Links zu mehrwerthaltigen Seiten mit einem DoFollow-Link zu kennzeichnen.
Anders verhält es sich bei Verweisen auf Bildquellen: Hier ist eine Verlinkungen zu der originären Quelle unabdingbar. Da dieser Link Usern aber keinen Mehrwert bietet, ist er mit dem NoFollow-Tag zu entwerten.

Dasselbe gilt für Blog-Kommentare, die einen Link enthalten, denn: Hier kann man häufig davon ausgehen, dass es sich um Spam handelt und diese Links auch meist keine weiterführenden Informationen für die Nutzer bieten. Wer demgemäß handelt, sollte keine Probleme mit Google bekommen, denn auf diese Weise entsteht eine natürliche Linkstruktur.

Fazit

Das Thema „Backlinkaufbau“ ist sehr vielschichtig und hält SEO-ler sowie Website-Betreiber – dank regelmäßiger Veränderungen des Google Algorithmus – auf Trab. Gerade deshalb lohnt es sich, vorausschauend zu handeln, damit die mühsam aufgebaute Backlinkstruktur auch weiterhin ihre Wirkung nicht verfehlt. Wer sich mehr in diese Thematik einlesen will, erhält dem Link folgend weiterführende Informationen zu den Grundlagen des Backlinkaufbaus.

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Mitgründer von Backlinktest.com - DEM Backlinkchecker :-)
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5 Responses to "DoFollow- und NoFollow-Tags: Richtlinien für das Verhältnis"

  1. Florian says:

    Es ist zwar immer einfacher als gesagt und hat auch jeder schon zig mal gelesen- aber wer nicht nur heute, sondern auch künftig ruhig schlafen möchte und nicht stündlich auf sein Keywordmonitoring glotzen möchte weil er irgendwelche Rankingschwankungen von Google befürchtet, sollte einfach natürlich verlinken. Klar ist es einfach gesagt als getan und wann ist was natürlich und wann nicht, aber einfache Grundregeln wie z.B. „normale“ Ankertexte, natürliche Linkstrukturen (also auch mal ein Link aus einem Footer, Nofollowlink, auch mal ein Nichtthemenrelevanter Link usw.) sollten da selbstverständlich sein. Daher ist die Aussage ob ein Link wertvoll oder weniger wertvoll ist einfach Quatsch, weil jeder Link für den gesamten Linkmix und somit auch die Rankings wichtig ist und eben keiner außer Google weiß, wie diese genau gewertet werden.

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  2. Andre says:

    Ich bin in diesem Geschäft rel. frisch und muss sagen, dass es echt sehr schwere Arbeit ist backlinks zu generieren. Man denkt, das alles ist so einfach, aber das ist nicht so ganz. Viel Zeit, Durchhaltevermögen und Motivation, da muss jeder mitbringen.

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  3. Chris says:

    Mir geht es genau so ich kann Andre nur zustimmen es ist wirklich sehr schwer Backlinks zu generieren überhaupt qualitative Backlinks aber ich sage immer man soll nie aufgeben dann klappt es auch sonst keine schanze.

    MFG,

    Chris

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  4. Büro Putzen says:

    Guten Tag,

    ein sehr schöner Beitrag. Ich konnte einige Infos daraus super für eine Schulaufgabe gebrauchen, weswegen ich auch auf diesen Blog gestoßen bin. Dankeschön!

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