Bedeutung lokaler Rankingfaktoren im Jahr 2017

Über die Bedeutung der lokalen Suchmaschinenoptimierung haben wir auf unserem Blog in der Vergangenheit bereits des Öfteren berichtet. Eine aktuelle Studie von „MOZ“ – ein Zusammenschluss führender SEO-Experten – hat nun zum Vorschein gebracht, auf welche lokalen Rankingfaktoren im Jahr 2017 ein besonderes Augenmerk gerichtet werden sollte. Wir haben die wichtigsten Studienergebnisse sowie entsprechende Handlungsempfehlungen im Folgenden für Sie zusammengefasst.

Bedeutung von „Local SEO“

Lokale Suchmaschinenoptimierung (auch „Local SEO“) bedeutet, den eigenen Webauftritt für die Suchanfragen der User zu optimieren, die sich in unmittelbarer Nähe aufhalten.

Sie kennen das sicherlich von Ihrem eigenen Suchverhalten: Wer vor Ort ein Unternehmen, ein Restaurant, ein Kino, einen Arzt oder eine andere Lokalität sucht, greift schon lange nicht mehr zu Branchenbüchern. Via Tablet, Smartphone oder PC wird stattdessen eruiert, ob sich die gewünschte Einrichtung in der Nähe befindet. Google wirft schließlich die relevantesten Ergebnisse aus, in den lokalen Suchergebnissen sogar direkt mit einer Standortkarte, der Adresse und vielen weiteren nützlichen Informationen, z.B. Bewertung durch andere Nutzer. Und so macht es für Unternehmen jeder Größe, die den lokalen Markt bedienen, durchaus Sinn, eine entsprechende lokale Suchmaschinenoptimierung vorzunehmen.

Die MOZ-Studie

Wie die aktuelle Studie von „MOZ“ nun herausgestellt hat, haben einige Rankingfaktoren im Local SEO an Bedeutung gewonnen. MOZ hat in diesem Zuge eine Rangfolge von 50 Faktoren aufgestellt, im Folgenden zeigen wir jedoch nur einige ausgewählte auf – alles andere würde an dieser Stelle den Rahmen sprengen.

Den Google MyBusiness-Signalen wird in den Studienergebnissen der größte Stellenwert beigemessen: Als so genanntes „Local Pack“, wird die Kombination von Unternehmensinformationen und der Google-Maps-Karte bezeichnet. Ein wichtiger Rankingfaktor war in der Vergangenheit vor allem die Adresse des jeweiligen Unternehmens. Das hat sich nun geändert, denn jetzt rückt der Standort des Users in den Fokus. Das ist durchaus sinnvoll, denn ein User, der im Stadtzentrum wohnt, möchte natürlich die Restaurants und Bars in unmittelbarer Nähe ausgegeben bekommen und nicht unbedingt die Lokalitäten, die sich wesentlich weiter weg am Stadtrand befinden – nur weil sie grundsätzlich in dem gleichen Ort angesiedelt sind.

Darauf folgen, als zweitwichtigster Rankingfaktor, die so genannten „Citations“, also die Eintragung einer Lokalität in relevante Online-Branchenverzeichnisse. Besonders wichtig ist, dass diese Informationen wie Adresse, Telefonnummer usw. in allen genutzten Verzeichnissen konsistent sind.

Als drittwichtigster Faktor werden die entsprechenden OnPage-Signale (= Signale, die sich auf der Website selbst bzw. im Code befinden) eingestuft, die sich auf die Relevanz auswirken – also ob und in wie weit ein Eintrag mit dem Gesuch des Users übereinstimmt. Durch die Verwendung entsprechender Keywords in Überschriften, Content und dem Website-Code, lässt sich diese Relevanz steigern.

Die Häufigkeit solcher Eintragungen ist der viertwichtigste Rankingfaktor im Bereich der lokalen Suchmaschinenoptimierung, zusammen mit hochwertigen Links, beispielsweise solchen zur Website oder Landingpage. Dicht folgen die Anzahl User-Bewertungen und deren Qualität.

Verhaltensorientierte Signale sind ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil der lokalen Suchmaschinenoptimierung. Dazu zählt die „Click-Through-Rate“, also die Anzahl der Klicks auf die einzelnen lokalen Suchergebnisse, wie oft zum Beispiel die Anruf-Funktion betätigt wurde, wie häufig User an diesem Ort „eingecheckt“ haben, und so weiter.
Social Signals finden sich ebenfalls in der Liste der wichtigsten Faktoren – also die Aktivität in sozialen Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co. und die Häufigkeit von Likes, Shares, und Kommentaren.

Lokale Suchmaschinenoptimierung: Handlungsempfehlung

Wer sein Unternehmen bei den lokalen Suchmaschinenergebnissen vermisst, sieht sich durchaus mit Handlungsbedarf konfrontiert.

In einem ersten Schritt ist dann ein Google MyBusiness-Eintrag vorzunehmen. Die hier ausgefüllten Informationen sollten stets aktuell und lückenlos gehalten werden, um die Präsenz in den lokalen Suchergebnissen zu verbessern. Dazu gehört nicht nur die Angabe von Adress- und Kontaktdaten sowie Öffnungszeiten, sondern auch der Link zur Website und ansprechende Fotos sollten an dieser Stelle zu finden sein.

Wer einen Eintrag vorgenommen hat, erhält ein paar Tage darauf per Briefsendung einen Google-Code, der bestätigt werden muss, bevor der Unternehmensstandort in den lokalen Suchergebnissen angezeigt wird.

Darüber hinaus sind relevante Online-Branchenverzeichnisse zu eruieren, in denen eine Eintragung vorgenommen werden kann – das Stichwort lautet hier „Local Citations“. Hier ist es ebenfalls von Bedeutung, immer dieselben Informationen anzugeben was Adresse, Öffnungszeiten etc. angeht.

Wichtig ist auch, die von Usern getätigten Rezensionen zu verwalten und umgehend zu beantworten. Auf diese Weise können Unternehmen mit ihren Kunden interagieren und ihnen zeigen, dass sie deren Feedback schätzen. Je mehr hochwertige Rezensionen bestehen, umso besser stellt sich das Ranking in den lokalen Suchergebnissen dar.

Die Aktivität in sozialen Netzwerken wirkt sich ebenfalls langfristig SEO-technisch ebenfalls positiv aus – darüber hinaus sind soziale Netzwerke natürlich hervorragende Instrumente, um die Reichweite organisch und / oder bezahlt zu steigern und neue potenziell Kundengruppen zu erschließen.

Fazit

Die Kombination aus Relevanz (Übereinstimmung des Eintrags mit dem Gesuch), Entfernung, OnPage- und linkbasierten Faktoren sowie der Bekanntheit des gesuchten Ortes scheint für den Erfolg der lokalen Suchmaschinenoptimierung ausschlaggebend.

Wer auf Kunden aus der näheren Umgebung angewiesen ist, für den stellt die lokale Suchmaschinenoptimierung ein („überlebens“-)wichtiges Instrument dar, um die potenziellen Kunden nicht direkt den Wettbewerbern in die Hände zu spielen. Wer im Netz nicht auf Anhieb gefunden wird, verschenkt wertvolles Potenzial und das kann im schlimmsten Fall sogar den Fortbestand des Unternehmens kosten.

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